Zweifel an Börsenbewertung
Google reitet die nächste Attacke gegen Facebook

Google will sich eine Marktlücke zunutze machen und ein sicheres soziales Netzwerk anbieten. Das ist ein neuer Angriff auf den großen Konkurrenten Facebook. Hier läuten die Alarmglocken, auch angesichts des Börsengangs.
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San FranciscoGoogle gibt nicht auf. Ohne großen Rummel und nur als „Projekt“, nicht als Produkt bezeichnet, startete der Suchmaschinenriese gestern in Mountain View die geschlossene Testphase eines neuen Dienstes namens Google+ (sprich Google Plus). Doch die bereits bekannt gewordenen Merkmale weisen alle eine große Ähnlichkeit zum Angstgegner Facebook auf. Das Herzstück von Google+ sind „Circles“, Kreise von Personen, mit denen der Nutzer Videos, Fotos oder Gedanken austauschen kann. Dargestellt werden die einlaufenden Meldungen in Form einer zeitlich sortierten Liste. Facebook-Anwendern kommt das alles sehr bekannt vor.

Anders als bei Facebook allerdings setzt Google keine Freundschaftsbeziehungen voraus. In Circles können alle Kontakte zusammengefasst werden, die im Adressbuch eines Nutzers vorhanden sind. Mit Google Hangout lassen sich in einem Gruppenchat spontane Treffen per Videochat vereinbaren, Google Sparks ist als Treffpunkt für spontane Diskussionen zu aktuellen Themen gedacht, wobei man in bestehende Diskussionen einsteigen oder eigene anregen kann.

Für Facebook kommt diese zweite Attacke zur Unzeit. Das soziale Netzwerk mit über 600 Millionen Nutzerprofilen bereitet sich gerade auf einen Börsengang im kommenden Jahr vor. Bis dahin könnte es Google gelingen, eine ernsthafte Alternative aufzubauen. In anderen Bereichen, angefangen bei Microsoft und der Bürosoftware oder bei Yahoo im Suchmaschinenbereich hat Google es immer wieder geschafft, zumindest Marktführer in Bedrängnis zu bringen oder zu stürzen.

Selbst Apples iPhone wurde innerhalb von drei Jahren von Googles Android-Smartphones vom ersten Platz der Verkaufshitlisten verdrängt. Die offenbar angestrebte Börsenbewertung von 100 Millionen Dollar oder mehr könnte sich schnell als unhaltbar für Facebook erweisen.

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  • Bei Facebook gab es sehr wohl weiterentwicklungen, zuletzt die Gesichtserkennung.

  • Facebooks Bewertung wurde auf 100 Milliarden Dollar geschätzt nicht Millionen und ausserdem sind es mittlerweile eher 70 Milliarden !

  • Facebook geht aufgrund sinkender Nutzerzahlen in den USA ein weiteres Risiko im Hinblick Börsengang ein. Daraus resultiert auch meine Frage: Ist ein Börsengang dann noch "nützlich" für ein Produkt welches technisch und sozial nicht wirklich weiter entwickelt?

    Google ist mit seinen einzelnen Produkten (Picasa, Blog, Maps ...) zwar weit entwickelt, aber es fehlen passende Verknüpfungen. Vielleicht kann das mit Google+ geschaffen werden. Google entwickelt ausserdem immer wieder "klammheimlich" seine Produkte weiter. Diese Entwicklung sehe ich bei Facebook eigentlich nicht. Facebook "glänzt" leider eher allein bei den Nutzerrechten. Das kann Facebook auf Dauer nur schaden.

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