Zweistufiges Anmeldesystem
Kim Dotcom will Twitter und Co. verklagen

Der umstrittene Internet-Unternehmer attackiert US-Internetunternehmen. Neu eingeführte Sicherheitsmaßnahmen von Twitter, Google oder Facebook seien seine Erfindung. Kim Dotcom erwägt rechtliche Schritte.
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Wellington/San FranciscoDer von der US-Justiz wegen Urheberrechtsverstößen verfolgte deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom wirft amerikanischen Internetgiganten nun selbst den Bruch seiner Urheberrechte vor. Er erwäge Schritte gegen Twitter, Google, Facebook und Co., weil diese von ihm erfundene Sicherheitsmaßnahmen nutzten, teilte er am Donnerstag mit. „Ich könnte sie anzeigen, wegen dem, was die USA gegen mich unternommen haben.“

Kim Dotcom, der mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz heißt, droht die Auslieferung aus Neuseeland an die USA. Er ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß. Die US-Behörden werfen ihm vor, mit seinem inzwischen abgeschalteten Onlinedienst Megaupload massiv von der Verbreitung illegaler Raubkopien profitiert zu haben.

Im Internet veröffentlichte er nun ein US-Patent aus dem Jahre 2000 für ein zweistufiges Authentifizierungsverfahren. Twitter hatte erst am Mittwoch bekanntgegeben, als Reaktion auf verheerende Hackerangriffe ein derartiges Verfahren einzuführen.

In den vergangenen Wochen hatten Hacker unter anderem die Twitter-Zugänge der Nachrichtenagenturen AFP und AP sowie der Zeitung „Financial Times“ geknackt. Auf einem gehackten AP-Account wurde die Meldung verbreitet, US-Präsident Barack Obama sei bei einem Anschlag verletzt worden. Das hatte zu heftigen Kursausschlägen an den Märkten geführt.

Es werde ein zweistufiges Anmeldesystem eingeführt, teilte der Kurznachrichtendienst am Mittwoch in San Francisco mit. Jeder Nutzer erhalte die Möglichkeit, seinen Account neben einem Passwort mit einem Zugangscode ähnlich wie beim Onlinebanking zu sichern. Wer sich in einloggen will, soll künftig per SMS jeweils einen neuen Code zugeschickt bekommen, erklärte Jim O'Leary, zuständig für die Produktsicherheit bei Twitter. Er rief alle User aber auch auf, weiterhin ein starkes Passwort zu benutzen.

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„Meine Erfindung. Mein Patent“

Kommentare zu " Zweistufiges Anmeldesystem: Kim Dotcom will Twitter und Co. verklagen"

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  • Unwahrscheinlich. Wäre sein Patent tatsächlich etwas wert, dann hätte er seine Patentrechte gegenüber den besagten und anderen Unternehmen schon frühzeitig geltend gemacht und sich seine „angebliche Erfindung“ rechtzeitig vergolden lassen. Kim Schmitz hat noch nie Gelegenheiten oder Geld verschenkt.

  • Falsch, er kann das Patent auch verkaufen und dann zerfleischen die sich gegenseitig. Von daher wäre ich Vorsichtig mit solchen Aussagen!

  • Alles nur ein Bluff. Patentstreitigkeiten dauern lange und sind sehr teuer. Herrn Schmitz fehlen bereits die finanziellen Mittel für seine Verteidigung. Was es ihn zusätzlich kosten würde, sich mit finanzstarken Gegnern wie Facebook, Google und Twitter anzulegen, steht in den Sternen. Wer Drohungen ausspricht, aber gleichzeitig um Geld bettelt, hat schon verloren.

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