Zweiter Anlauf: Fiducia und GAD führen Fusionsgespräche

Zweiter Anlauf
Fiducia und GAD führen Fusionsgespräche

Die IT-Dienstleister der Genossenschaftsbanken, die Fiducia und die GAD, haben Gespräche über einen Zusammenschluss noch in diesem Jahr aufgenommen. Die Banken erhoffen sich von der Fusion Einsparungen in Millionenhöhe.
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Aus Verhandlungskreisen erfuhr das Handelsblatt von den Fusionsgesprächen von Fiducia und GAD. „Wir sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen auf der heutigen Basis zu einem zügigen und erfolgreichen Abschluss gebracht werden können“, steht in einem Schreiben der Fiducia vom 23. Dezember, von dem mehrere Volksbanken-Chefs dem Handelsblatt berichteten.

Erst im September waren Fusionsgespräche zwischen Fiducia und GAD an der Frage der Rechtsform einer künftigen gemeinsamen Gesellschaft gescheitert. Die Eigentümer beider Gesellschaften hatten danach aber starken Druck auf die Vorstände ausgeübt, es erneut zu versuchen. Die Volks- und Raiffeisenbanken wollen nämlich ihre IT-Kosten senken und erhoffen sich von einem Zusammenschluss Einspareffekte in Höhe von 125 Millionen Euro pro Jahr. Viele Genossenschaftsbanken wurmt es, dass die Sparkassen, die seit 2011 ein einheitliches IT-System nutzen, IT-Dienstleistungen mittlerweile deutlich billiger beziehen. „Auf vergleichbarer Basis liegen die IT-Kosten etwa um 40 Prozent niedriger – und diese Schere öffnet sich jedes Jahr weiter“, sagte ein Bankvorstand.

Der Vorstand des geplanten Gemeinschaftsunternehmens soll paritätisch mit Fiducia- und GAD-Managern besetzt werden. Erster Vorstandsvorsitzender soll der bisherige GAD-Chef Anno Lederer werden. Ihm soll dann ab Oktober 2013 der Fiducia-Vorstand Klaus-Peter Bruns folgen. Grundlage für ein gemeinsames IT-System soll das Banksystem der Fiducia werden, wichtige Funktionen des GAD-Systems sollen aber integriert werden. Das gemeinsame Banksystem soll dann auch einen neuen Namen erhalten, hieß es in Finanzkreisen.

In der Frage der Rechtsform, an der die Gespräche im vergangenen Herbst gescheitert waren, gibt es bislang noch keine konkrete Lösung. Während die Fiducia für eine Aktiengesellschaft ist, plädiert die GAD für die Rechtsform einer GmbH & Co KG. Beide Optionen seien noch auf dem Tisch, hieß es in Verhandlungskreisen.

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