Zweites Quartal
Philips enttäuscht mit Gewinnplus

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im zweiten Quartal trotz eines starken operativen Geschäfts die Markterwartungen weitgehend verfehlt.

dpa-afx AMSTERDAM. Unterm Strich verdiente Philips dank eines Sonderertrags aus einem Anteilsverkauf deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Für die zweite Jahreshälfte sieht das Unternehmen deutliches Aufwärtspotenzial und behält deshalb die Prognosen für das Gesamtjahr 2007 bei. Geplant sind zudem Zukäufe und weitere Akktienrückkäufe. Die Philips-Aktie wurde im Montag im vorbörslichen Handel in einer Spanne zwischen 32,19 zu 32,35 Euro gehandelt. Am Freitag hatte die Aktie bei 32,41 Euro geschlossen.

Wie Philips am Montag in Amsterdam mitteilte, sank der Umsatz im zweiten Quartal um vier Prozent auf 6,10 Mrd. Euro. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 6,33 Mrd. Euro gerechnet. Philips führte den Rückgang vor allem auf auslaufende Produkte in der Unterhaltungselektronik zurück. Auch sei die Vergleichsbasis des Vorjahres durch die Fußball-Weltmeisterschaft hoch gewesen. Zudem hätten sich Währungseinflüsse und Portfolioveränderungen negativ ausgewirkt. Auf vergleichbarer Basis seien die Erlöse stabil geblieben, hieß es.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) kletterte um 34 Prozent auf 389 Mill. Euro. Damit stieg die Ebita-Marge von 4,5 auf 6,4 Prozent. Nach Abschreibungen erhöhte sich das operative Ergebnis (Ebit) um 22 Prozent auf 302 Mill. Euro, lag damit aber ebenfalls unter der Konsensschätzung von 315 Mill. Euro. Der Überschuss stieg aufgrund eines außerordentlichen Ertrags auf 1,569 (Vorjahr 0,301) Mrd. Euro zu. Durch den Verkauf des 4,7-prozentigen Anteils am taiwanesischen Halbleiter-Spezialisten Tsmc erzielte Philips einen Buchgewinn in Höhe von 1,22 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr 2007 bestätigten die Niederländer ihre Prognosen und erwarten weiterhin eine Ebita-Marge von mindestens 7,5 Prozent sowie ein Umsatzwachstums von fünf bis sechs Prozent. Der Erlösanstieg dürfte sich dank hoher Auftragseingänge in der Sparte Medical Systems sowie der steigenden Nachfrage nach Energiesparlampen und LED-Beleuchtung in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen, hieß es. Positive Einflüsse verspricht sich Philips zudem von der Einführung neuer Produkte in der Unterhaltungselektronik. Neben weiteren Aktienrückkäufen plant der Konzern auch Akquisitionen, um die Wettbewerbsposition in den margenträchtigen Sparten zu stärken.

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