Zweites Quartal
Yahoo verliert planmäßig

Das Internet-Urgestein Yahoo leidet schon seit langem unter einem mauen Anzeigengeschäft. Speziell Suchmaschinenprimus Google hat dem US-Unternehmen das Wasser abgegraben. Entsprechend durchwachsen fiel die Zwischenbilanz aus.

HB SAN FRANCISCO. Das Nettoergebnis schrumpfte im zweiten Quartal von 164 Mill. Dollar vor einem Jahr auf 161 Mill. Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 11 Cent. Analysten hatte im Schnitt mit genau diesem Wert gerechnet. Der Bruttoumsatz legte um 8 Prozent auf 1,70 Mrd. Dollar zu. Die Yahoo-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 1,9 Prozent.

Yahoo ist im lukrativen Online-Anzeigenmarkt zuletzt insbesondere auf dem Heimatmarkt gegenüber dem Hauptrivalen Google zurückgefallen; dieser hatte sich erst kürzlich durch den Zukauf eines Anzeigendienstes massiv verstärkt. Auch Internet-Kontaktseiten wie Myspace von Rupert Murdochs News Corp machen Yahoo zunehmend zu schaffen.

Im vergangenen Monat warnte der Konzern bereits, die schleppende Entwicklung im Online-Anzeigengeschäft werde zu einem schwächeren Ergebnis im zweiten Quartal führen. Um den Negativtrend umzukehren, übernahm daher Yahoo-Mitgründer Jerry Yang wieder das Ruder bei dem Konzern.

Yang kündigte eine neue Strategie für Yahoo an. Er wolle die Anleger davon überzeugen, dass Yahoo offen für Veränderungen sei, sagte Yang. Er werde die nächsten 100 Tage nutzen, um einen strategischen Plan für das Unternehmen auszuarbeiten. Yahoo sei bereit, weiterhin in neue Geschäftsbereiche zu investieren, werde sich aber auch aus einigen Bereichen zurückziehen, in denen es unzureichende Ergebnisse bringe.

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