Zwischenbericht
Mobilfunk bewahrt Telekom vor Schlimmerem

Die Aussichten für das Festnetz verdüstern sich immer mehr. Die Telekom verlor im ersten Quartal massiv an Geschäft in diesem Bereich. Nur das gute Abschneiden beim Mobilfunk vor allem in den USA bewahrte den ehemaligen Monopolisten vor einem Rückgang bei Gewinn und Umsatz.

HB FRANKFURT. Die Telekom rechnet für 2006 nun im Mobilfunk mit einem Umsatz von bis zu 32,3 Mrd. Euro nach zuletzt erwarteten 31,3 Milliarden. In der Sparte Breitband/Festnetz kalkuliert die Telekom jetzt mit bis zu 25,2 Mrd. Euro statt der zuvor prognostizierten 25,8 Milliarden. Der Vorstand habe die Planungen an die Geschäftsentwicklung angepasst, erläuterte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke bei Bekanntgabe der Quartalszahlen. Der Konzernumsatz soll aber weiter bis zu 62,7 Mrd. Euro erreichen, das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bis zu 20,7 Milliarden.

In den ersten drei Monaten stieg der Betriebsgewinn zum Vorjahr bereinigt um 2,7 Prozent auf fünf Mrd. Euro. Neben dem Mobilfunk spielten hier auch das gestiegene Ergebnis der Konzernzentrale und Immobilienverkäufe eine Rolle. Der Umsatz erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro. Netto verbuchte Europas größter Telekommunikationskonzern einen Gewinn von rund 1,1 Mrd. Euro, ein Plus von 9,7 Prozent.

Die T-Aktie gehörte zum Handelsstart bei hohen Umsätzen mit einem Minus von zwei Prozent auf 13,31 Euro zu den größten Verlierern im Deutschen Aktienindex (Dax). Die Münchner Großbank HVB senkte nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen ihre Einstufung für die Telekom-Aktie auf „neutral“ von „outperform“. Zugleich nahmen sie das Kursziel auf 13 von 16 Euro zurück. Die Analysten begründeten dies mit überraschenden Schwächen besonders in der Sparte Breitband/Festnetz.

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