Zwischenbilanz
Cisco ist gut im Geschäft

Der weltgrößte US-Netzwerkausrüster Cisco Systems hat im vierten Quartal operativen Gewinn und Umsatz gesteigert. Besonders das Geschäft mit firmeninternenen Computersystemen lief gut. Unterm Strich kam allerdings nicht so viel raus.

HB NEW YORK. Ciscos Umsatz stieg nach Angaben vom Dienstagabend im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 6,6 auf 7,98 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn kletterte vor Einmalposten um rund 18 Prozent auf 1,9 Mrd. oder 30 Cent je Aktie. Analysten hatten mit einem Ertrag vor Sonderposten von nur 1,79 Mrd. Dollar oder 28 Cent je Aktie sowie einem Umsatz von 7,92 Mrd. Dollar gerechnet. Inklusive Sonderposten wie unter anderem Aktienzuteilungen an Mitarbeiter ist der Nettogewinn aber lediglich um 4 Mill. Dollar auf 1,544 Mrd. Dollar gestiegen.

Cisco-Chef John Chambers sagte, der zuvor vorsichtige Ausblick des Unternehmens sei angemessen gewesen, es habe jedoch eine starke Bewegung auf dem Markt gegeben. In vier der fünf Geschäftsregionen des Unternehmens habe es einen stärkeren Zuwachs der Auftragseingänge gegeben, die einzige Ausnahme sei Europa. Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum zwischen 19 und 21 Prozent.

„Auf den ersten Blick sehen die Umsatzzahlen ziemlich gut aus. Sie haben den Durchschnitt übertroffen“, sagte Sunil Reddy von Fifth Third Asset Management. „Wenn man das vor dem Hintergrund einer bescheidenen Bewertung und einem blutleeren Technologie-Markt sieht, dann hat Cisco wirklich gute Zahlen vorgelegt.“

Analysten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach hoch entwickelten Firmennetzwerken vorerst stabil bleibt. Ein langsameres Wachstum der US-Wirtschaft und eine Konsolidierung der Telekommunikationsbranche könnten sich ihrer Einschätzung nach jedoch zu Risiken für das Unternehmen entwickeln. Cisco macht einen Großteil seines Umsatzes mit Geschäfts- und Telekommunikationsnetzwerken, hat sich mit der Übernahme der auf TV-Set-Top-Boxen spezialisierten Firma Scientific Atlanta jedoch auch ein Standbein auf dem Verbrauchermarkt verschafft.

Im nachbörslichen Handel legten Cisco-Aktien am Dienstag nach Bekanntgabe des Quartalsergebnisses um 1,4 Prozent zu. Über die vergangenen 12 Monate hatten die Papiere durch Konsolidierungsspekulationen in der Branche rund 10 Prozent an Wert verloren. Der Aktienkurs des kleineren Rivalen Juniper Networks gab in diesem Zeitraum rund 45 Prozent nach.

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