Zwischenbilanz
Oracle mit „Brot-und-Butter-Geschäft“

Nach der leichten Unsicherheit in der Vorwoche, die Oracles Aktienkurs unter Druck setzte, fassten sich Anleger am Montag in Erwartung der jüngsten Quartalsergebnisse des Software-Riesen ein Herz. Sie wurden enttäuscht.

je/HB SAN FRANCISCO. Die Ergebnisse für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres erfüllten zwar die Erwartungen der Börse, bargen aber keine positiven Überraschungen. Verstimmt wurden die Börsianer durch die Verkaufszahlen bei Software-Lizenzen, die unter den Prognosen lagen.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 26 Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn stieg um 21 Prozent auf 967 Mill. Dollar oder 18 Cents pro Aktie. Ohne Sonderposten verdiente Oracle 22 Cents pro Anteil und traf damit die Prognosen der Wall Street-Analysten.

Oracle habe den Konkurrenten SAP, BEA und IBM in verschiedenen Software-Bereichen weiter Marktanteile abgenommen, sagte Oracle-Präsident Charles Phillips. Konzernchef Larry Ellison musste aber einräumen, dass es nicht gelungen sei, in dem Quartal größere Abschlüsse zu machen. Er sehe das Problem aber nicht in einer nachlassenden Konjunktur. Im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres würden die Lizenzverkäufe wieder anziehen. Seine Finanzchefin Safra Catz sprach für das abgelaufene Quartal vom „Brot-und-Butter-Geschäft“.

Der Handel reagierte auf die nach Börsenschluss veröffentlichten Ergebnisse enttäuscht. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel mehr ab, als sie während der regulären Sitzung gewonnen hatte. Oracles Börsennotierung hatte auf einem generell schwachen Markt bis zum Ende des offiziellen Handels um 1,5 Prozent auf 17,94 Dollar leicht zugelegt. Ende November stand die Notierung bei 19,75 Dollar. Seit Mitte Juni, als Oracle nach einer Serie von Übernahmen zum ersten Mal über Erwarten gute Zahlen präsentierte, zog der Kurs um rund ein Drittel an.

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