Zwischenbilanz
Philips mit Glück im Unglück

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im vierten Quartal zwar deutlich weniger Gewinn als im Vorjahrestzeitraum eingespielt, doch die Analysten waren keineswegs unzufrieden.

EINDHOVEN. Der Überschuss sei von 498 Mill. Euro auf 332 Mill. Euro gesunken, teilte das im Eurostoxx 50 notierte Unternehmen am Montag in Eindhoven mit. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang auf lediglich 224 Mill. Euro gerechnet.

Den Umsatz konnte Philips um 3,7 Prozent auf 9,518 Mrd. Euro steigern. Experten hatten maximal mit einen Anstieg auf 9,4 Mrd. Euro kalkuliert.

Der Gewinnrückgang geht vor allem auf einen deutlichen Verlust bei Beteiligungen zurück. Hier schlug zum Beispiel eine Sonderbelastung beim Flachbildschirm-Unternehmen LG-Philips in Höhe von 458 Mill. Euro zu Buche. Die Tochter ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem südkoreanischen Elektronikkonzern LG. Außerdem drückte eine hohe Steuerbelastungen im Zusammenhang mit der internen Übertragung von Aktien des Chipherstellers TSMC den Gewinn.

Der operative Gewinn legte um 14 Mill. Euro auf 971 Mill. Euro zu und damit deutlich stärker als erwartet. Im Vorjahr war das operative Ergebnis durch eine Wertberichtigung auf den Firmenwert in der Medizintechniksparte belastet worden.

„Auf Grundlage eines starken Sortiments haben wir Wachstum und Rentabilität erhöht“, erklärte Philips-Chef Gerard Kleisterlee. „Wir haben in diesem Jahr an Schwung gewonnen, und wir sind zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen“. Das Unternehmen strebt eine operative Gewinnmarge von 7 bis 10 Prozent bis Ende 2006 an. Philips will zudem eine jährliche Wachstumsrate von fünf bis sechs Prozent erzielen.

Auch Analysten bewerteten den Quartalsbericht als positiv. „Der Umsatz war höher als die Schätzungen, aber einige Einmalbelastungen verzerren das Bild. Wenn man das herausrechnet, sind die Zahlen immer noch besser als erwartet“, sagte Eric de Graaf von Petercam.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%