Zwischenbilanz
Sparen zahlt sich für Sun aus

Vor nicht allzu langer Zeit stand es schlecht um den US-Computerhersteller Sun Microsystems. Doch der radikale Umbau des Konzerns hat die Wende gebracht. Auch zum Ende des Geschäftsjahres 2006/2007 verdiente das Unternehmen gutes Geld.

HB SAN FRANCISCO. Für das abgelaufene vierte Geschäftsquartal wies der Konzern am Montag nach US-Börsenschluss einen Nettogewinn von 329 Mill. Dollar aus nach 301 Mill. Dollar Verlust vor Jahresfrist. Die Erwartungen von Analysten wurden damit deutlich übertroffen. Sun-Aktien stiegen nachbörslich um rund 10 Prozent.

Sun hatte zuletzt seine Produktpalette umgekrempelt, die Chiplieferanten gewechselt und die Streichung von 5 000 Stellen angekündigt. Damit sollten die Kosten gesenkt werden. Die Schritte hatten sich schon in den vergangenen Monaten auf die Bilanz ausgewirkt. Wie jetzt im vierten Geschäftsquartal, hatte Sun schon im zweiten und dritten Vierteljahr schwarze Zahlen geschrieben. Zuvor hatte der Konzern fünf Quartale in Folge Verluste erwirtschaftet.

Im abgelaufenen Vierteljahr betrug der Gewinn pro Aktie 9 Cent. Analysten hatten im Schnitt lediglich 5 Cent erwartet. Zu dem guten Ergebnis trug die operative Gewinn-Marge von 8,5 Prozent bei. Sun hatte zunächst lediglich „mindestens 4 Prozent“ in Aussicht gestellt. Die Kosten des Konzerns im operativen Geschäft sanken zuletzt drastisch um 25 Prozent auf 1,49 Mrd. Dollar.

Der Umsatz stieg leicht von 3,83 auf 3,84 Mrd. Dollar und traf damit die Vorhersagen. Dabei legte der Umsatz mit Dienstleistungen zu, während Geschäfte mit Hardware schlechter liefen. Sun baut vornehmlich Großrechner, wie sie etwa in Rechenzentren eingesetzt werden.

Sun-Chef Jonathan Schwartz erklärte, die Entwicklung im abgelaufenen Quartal sein ein großer Schritt hin zu dem Ziel einer operativen Gewinn-Marge von mindestens 10 Prozent für das Geschäftsjahr 2009.

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