Zwischenbilanz
Tomtom macht gutes Geschäft mit Navis

Der niederländische Navigationsgeräte-Hersteller Tomtom blickt nach unerwartet starken Quartalszuwächsen optimistischer auf 2006 als bisher.

dpa-afx AMSTERDAM. Im laufenden Jahr peilt Tomtom jetzt Umsätze von 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro an, wie die Gesellschaft am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Zuvor war der Navi-Spezialist von 1,1 bis 1,3 Mrd. Euro ausgegangen. Zudem will Tomtom mit 4,4 bis 4,7 Mill. Navigationsgeräten deutlich mehr ausliefern als bisher geplant (3,6-3,9 Mio).

Die Tomtom-Aktie begann den Donnerstagshandel mit Gewinnen von etwa sechs Prozent. Zuletzt notierte der Titel in Amsterdam bei plus 5,05 Prozent auf 33,30 Euro. Die im TecDax notierte Aktie des Herstellers digitaler Landkarten Teleatlas stieg gleichzeitig in Frankfurt um 3,78 Prozent auf 12,35 Euro. Teleatlas legt am Montag (30. Oktober) Neunmonatszahlen vor.

Im dritten Quartal hat Tomtom den Überschuss gegenüber dem Vorquartal fast verdoppelt. Er stieg von 37,8 auf 73 Mill. Euro. Analysten hatten lediglich mit einem Nettogewinn von 58,1 bis 65,4 Mill. Euro gerechnet. Auch operativ übertrafen die Niederländer mit einem Gewinnzuwachs von 63,7 auf 101 Mill. Euro die Vorhersagen. Branchenexperten hatten lediglich 82,9 bis 94,8 Mill. Euro veranschlagt. Der Umsatz kletterte im Quartalsvergleich von 277 auf 353 Mill. Euro. Analysten hatten 330 bis 364,4 Mill. Euro erwartet.

Der durchschnittliche Verkaufspreis der Tomtom-Navigationsgeräte sank unterdessen von 310 auf 285 Euro. Damit verbilligten sich die Geräte im Schnitt um 8,8 Prozent. Tomtom lieferte allerdings mit 1,18 Mill. Stück 42 Prozent mehr aus als im Vorquartal (830 000). Die Niederländer begründeten den gesunkenen Durchschnittspreis mit ihrer Produktpalette, die nun auch das günstigere Navigationsgerät "GO" enthalte.

Tomtom hat in Europa nach eigenen Angaben einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent und in den USA von 20 Prozent. Dieser sei gegenüber dem zweiten Quartal wegen Lieferproblemen zwar gesunken, dürfte künftig aber zulegen, sagte Unternehmenschef Harold Goddijn. In den Vereinigten Staaten verkaufe die Gesellschaft ihre Navigeräte nun an deutlich mehr Stellen als im zweiten Quartal.

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