Zwischenbilanz
Übernahme von Amena belastet France Telecom

Die Übernahme des spanischen Mobilfunkanbieters Amena hat France Telecom im ersten Halbjahr belastet.

dpa-afx PARIS. Der Überschuss sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,1 Prozent auf 2,76 Mrd. Euro gefallen, teilte der Telekomkonzern am Donnerstag in Paris mit. Hintergrund sind Abschreibungen auf die im vergangenen Jahr erworbene Amena.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 9,47 Mrd. Euro. Ohne die spanische Tochter hätte France Telecom einen leichten Rückgang verbucht. Der Umsatz kletterte um 9,3 Prozent auf 25,86 Mrd. Euro und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatzzuwachs hat sich damit im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten deutlich abgeschwächt.

Die Gesellschaft bestätigte ihre Prognose für den freien Kapitalfluss. Für das Gesamtjahr werde mit einem Cash flow von über sieben Mrd. Euro gerechnet. In der ersten Jahreshälfte wies France Telecom Cash flow von 3,3 Mrd. Euro aus.

Mit dem Ausbau neuer Geschäftsfelder wie DSL und Internet-Telefonie will der französische Marktführer sein Ergebnis nachhaltig steigern. Während die traditionelle Festnetztelefonie rückläufig gewesen sei, sei die Zahl der DSL-Kunden weiter gewachsen, hieß es. Ende Juni hätten europaweit 8,5 Millionen Menschen den schnellen Internetzugang von France Telecom genutzt und damit 1,1 Mill. mehr als zum Jahreswechsel.

Den Großteil seiner Breitbandkunden hat France Telecom in seinem Heimatland, wo über T-Online auch die Deutsche Telekom aktiv ist. Die Bonner wollen zu einem der größten DSL-Anbieter Frankreichs nach France Telecom aufsteigen. Die Verbreitung von Internet-Telefonie (Voip) ist in Frankreich weiter verbreitet als in Deutschland. Alleine France Telecom zählt 1,46 Mill. Voip-Nutzer zu seinem Kundenbestand 76 Prozent mehr als Ende Dezember.

Kräftig Zuwächse verzeichnet France Telecom zudem im Bereich Internet-TV. Mitte des Jahres hätten 306 000 Franzosen den Fernsehdienst über den Telefonstecker genutzt, was ein Plus von 53 Prozent sei.

Das Unternehmen gab zudem bekannt, dass der Verwaltungsrat dem Verkauf des 54-prozentigen Anteils an Page Jaunes an den Finanzinvestor KKR zu gestimmt hat.

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