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05.07.2008 

Brauchen Gründer Vorbilder?

Jeder muss seinen eigenen Weg finden und darf sich nicht zu sehr an andern orientieren. Deshalb sind Vorbilder schwierig, aber sie können helfen, die Dos und Don?ts bei einem Unternehmensstart besser zu verstehen. Sie können also dazu beitragen, unsere Gründerkultur zu fördern. Nicht zuletzt, weil sie Mut machen können!

Können Vorbilder vor Fehlern bewahren?

Die meisten Fehler haben tatsächlich längst andere gemacht, man muss sie also nur vermeiden. Aber ich glaube, der größte Fehler ist ein mentaler. Kopf und Bauch müssen gleichermaßen hinter der Idee stehen, auch nach eingehender Analyse. Es hilft nicht, Risiken einfach zu verdrängen.

Und an was für Faktoren kann man festmachen, ob die Idee funktionieren kann?

Jede unternehmerische Idee lässt sich nur dann umsetzen, wenn sie ihren Markt findet. Also muss man sich diese Fragen immer wieder stellen: Gibt es einen Markt? Habe ich mit genügend Leuten gesprochen, die als potenzielle Abnehmer in Frage kommen? Habe ich die Marktsegmentierung richtig verstanden? Ist meine Idee neuer und besser als andere?

Einfacher gesagt, als getan.

Vollkommen richtig, deswegen spielt Erfahrung eine große Rolle. Es gibt dieses wunderbare Zitat von Henry Ford: "Hätte ich meine Kunden gefragt, was sie wollen, hätten sie ein schnelleres Pferd verlangt."

Gründer geben Roland Berger vermutlich keine Beratungsmandate. Ist Ihr Engagement rein gesellschaftlich?

Gesellschaftliches Engagement ist deswegen wichtig, weil wir alle daran arbeiten müssen, Vertrauen in die Wirtschaft zurückzugewinnen. Auch wenn es naiv klingen mag: Unsere Wirtschaft wächst nur dann, wenn unsere Unternehmen wachsen. Und darum brauchen wir ein Klima, das unternehmerische Leistung anerkennt und junge Leute anzieht, die sagen: Ja, genau das wollen wir machen!

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