Microsoft fliegt Studenten etwa für Vorstellungsgespräche auch aus den entlegensten Orten der USA ein und zahlt den neuen Praktikanten die Kosten für einen Umzug. Darüber hinaus werden Microsofts Praktikanten mit Eintrittskarten für Baseball-Spiele oder einer Schiffsreise geködert. Und ganz herausragende Studenten werden sogar zu Bill Gates’ privater Grillparty eingeladen.
Google kontert mit Eiscremepartys, Bowlingnächten und einer Schnitzeljagd, bei der man mit den Unternehmensgründern Larry Page und Sergey Brin am Lagerfeuer plauschen kann. Und bei IBM werden nicht nur alle Überstunden vergütet, sondern es gibt auch bezahlten Urlaub. Die Studenten können im IBM-Club an den angebotenen Gemeinschaftsaktivitäten und den Ausflügen teilnehmen sowie alle Sporteinrichtungen auf dem Gelände nutzen.
Intel nennt als einen großen Vorteil für seine Studenten die flexible Planung. Sie können sich auch für eine „komprimierte Arbeitswoche“ mit nur drei bis vier Arbeitstagen entscheiden. So sollen sie „genügend Zeit für alle anderen Interessen und Aktivitäten haben“, erklärt Intel. Bei Apple gibt es attraktive Rabatte auf alle Apple-Geräte.
Natürlich erwürben die Studenten auch praktische Kenntnisse, die ihnen bei ihren weiteren Bewerbungen äußerst hilfreich seien. „Das macht sie für den gesamten Arbeitsmarkt äußerst interessant“, sagt Caroline Bulmer, Praktikanten-Beauftragte bei Microsoft. Und dieser Arbeitsmarkt braucht dringend junge Leute. Nach offiziellen Zahlen liegt die Arbeitslosigkeit in Bereichen wie IT-Management und Software-Engineering unter zwei Prozent.
Sogar Microsoft hat Schwierigkeiten, seine offenen Stellen zu besetzen. „Die Anzahl guter, qualifizierter IT-Kräfte ist stark zurückgegangen“, klagt Jeremy Brigg, Personal-Manager bei Microsoft. Weil es kaum mehr Leute mit Erfahrung ging, will die Softwareschmiede dieses Jahr 2 500 Hochschulabsolventen einstellen. IBM wiederum gibt jährlich mehr als 100 Millionen Dollar für Rekrutierungsmaßnahmen an den Technischen Universitäten aus.
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