Entwicklungen
Im Vergleich zu den Vorjahren haben die Regensburger Forscher ihre Expertendatenbasis ausgeweitet. Das betrifft sowohl den Personenkreis, der im Rahmen der Vorbereitungen befragt wurde, als auch die Experten, Dozenten und Berater, die im Verlauf der empirischen Ergebungen kontaktiert wurden. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Internets ist außerdem der Online-Auftritt stärker in das Ergebnis miteingeflossen.
Die Zahl der bewerteten Universitäten haben die Regensburger mit der vorliegenden Rangliste weiter reduziert: Während die Studie aus dem Jahr 2003 noch 75 Universitäten berücksichtigte, sind es im aktuellen Ranking 72 Hochschulen. Diese Verringerung begründen die Macher der Studie mit einer noch strikteren Auslegung der Auswahlkriterien. "Es sollen möglichst vergleichbare Grundvoraussetzungen herrschen", unterstreicht Jürgen Schmude. Deshalb wurde die Universität Witten-Herdecke (einzige private Universität im Ranking), die Fernuniversität Hagen (andere strukturelle Voraussetzungen) und Hochschule Vechta (geringe Größe) aus dem Sample herausgenommen.
Ergebnisse und Einschätzungen
"Die Aussagekraft der Studie liegt nicht in der Betonung einzelner Platzierungen, sondern vielmehr in den Schlussfolgerungen, die sich aus der Zuordnung der Universitäten zu verschiedenen Bereichen der Tabelle ergeben", betont Schmude. Universitäten, die 50 Prozent der Punkte und mehr erreicht haben, gelten als gut bis sehr gut. Als durchschnittliches Ergebnis wertet die Studie Punktzahlen zwischen 50 und 25 Prozent. Alles unter 25 Prozent ist unterdurchschnittlich.
Sieger ist in diesem Jahr die Universität Lüneburg. Mit den erreichten 344 von 400 Punkten hat die Hochschule das bislang beste Ergebnis aller drei Studien erreicht und liegt vor den Universitäten aus Potsdam (333 Punkte) und Wuppertal (329) . "Aber auch dort haben sich ähnlich hervorragende Strukturen herausgebildet, die als Positivbeispiele für die Universitätslandschaft in Deutschland gelten können", lobt Jürgen Schmude.
