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21.02.2008 

Ein spezielles Schulungsprogramm vermittelt den SAP-Mitarbeitern darüber hinaus Kulturkompetenz. Sie sollen mehr lernen, als dass man in Japan die Visitenkarte mit beiden Händen überreicht. Ziel ist es, über die nationalen Business-Spielregeln hinaus das Talent für multikulturelle Projektarbeit zu wecken. „In vieler Hinsicht kann man die Arbeit in einer anderen Umgebung mit einem Eisberg vergleichen – nur zehn Prozent sind über Wasser zu sehen“, sagt Ruggaber-Mast. „Wir können zwar die einzelnen Verhaltensweisen beobachten, müssen aber genauer hinsehen, um die Werte, Haltungen und Grundannahmen, die unter der Oberfläche liegen, richtig zu verstehen.“

Mit speziellen Schulungsprogrammen lässt sich zwar die Basis für internationale und virtuelle Teamarbeit legen, aber das allein reicht noch nicht aus. Zusätzliche Unterstützung leistet der Leverkusener Pharmahersteller Bayer zum Beispiel, indem er seine interne Unternehmensberatung einschaltet.

Bayer Business Consulting begleitet zurzeit ein internationales Team mit 25 Mitgliedern, das im Teilkonzern Healthcare das Controlling vereinheitlichen soll. Die Inhouse-Berater haben auch die Aufgabe, dieses Projekt intern zu verkaufen. Das ist wichtig, wie eine Studie der Volkswagen Coaching Gesellschaft zeigt: Gibt der Vorstand dem Projektteam Rückhalt, kann es seine Ziele besser erreichen. „In solchen Firmen klappt Projektmanagement auch international“, sagt Studienleiter Helmut Bell.

Für Siemens-Manager van Gend steht die Tür zum Vorstand stets offen. Zumal der neue Konzernchef Peter Löscher bei der EM 2008 doppelt involviert ist, als Österreicher und Fußballfan. Einen gemeinsamen Favoriten haben die beiden wohl nicht, van Gend ist schließlich Holländer. Und das mit Inbrunst: „An das Endspiel Deutschland gegen Holland 1974 kann ich mich noch gut erinnern. Ich war ein kleiner Junge, und als Deutschland den Pokal bekam, habe ich geweint.“

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