0 Bewertungen
07.03.2007 

Dabei haben die Frauen die Männer inzwischen bildungsmäßig überflügelt, wie Spidla erklärte: 59 Prozent der Hochschulabsolventen sind weiblich. Allerdings fallen sie auf der akademischen Karriereleiter wieder zurück; nur 43 Prozent erlangen einen Doktortitel und nur 15 Prozent den Grad eines Professors.

Auch in Politik und Wirtschaft haben die Männer das Sagen: Der durchschnittliche Frauenanteil in den Parlamenten der 27 EU-Staaten lag 2006 bei nur 24 Prozent, wobei Deutschland und Österreich mit über 30 Prozent noch gut abschneiden. Von den Managern in europäischen Wirtschaftsbetrieben waren 32 Prozent weiblich.

Das starke Lohngefälle von 22 Prozent wird von einer Online-Umfrage des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung bestätigt. Danach verdient beispielsweise eine Großhandelskauffrau monatlich 2.188 Euro brutto und damit 504 Euro weniger als ihr Kollege, eine Informatikerin liegt mit 3.971 Euro um 381 Euro hinter einem Mann zurück, und eine Köchin bekommt mit 1.505 Euro rund 360 Euro weniger als ein Koch. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock nannte es einen Skandal, dass Frauen im Arbeitsleben immer noch nicht gleichberechtigt seien. Von der Politik forderte sie konkrete Maßnahmen: „Appelle sind gut, verbindliche Regelungen besser.“ Auch Grüne und Linksfraktion drangen auf gesetzliche Vorgaben.
Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Bitterer Beigeschmack  Artikel in Merkliste

04.09.2008 von Thomas Wiede

Das Schlimmste scheint überstanden zu sein: BP hat sich mit seinen russischen Partner darauf verständigt, wie es beim umkämpften Ölkonzern TNK-BP weiter gehen soll. Als Sieger dürfen sich bei dem Kompromiss, den die beiden zerstrittenen Partnern bekanntgegeben haben, die Russen fühlen. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

BP als Beispiel  Artikel in Merkliste

04.09.2008 von Thomas Wiede

So läuft das in Russland: Die Oligarchen spannen Gerichte und Behörden ein, der Kreml schaut zu und schweigt. Kommentar

weiterHandelsblatt Quiz

Werbesprüche-Quiz: Auf Kundenfang mit dem Wir-Gefühl

Los geht's!Seit 1990 ist „Wir“ das wichtigste Wort in der Werbesprache. Wissen Sie, wer noch mit dem Sinn für Gemeinschaft auf Kundenfang geht?
Testen Sie Ihr Wissen!
Anzeige