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03.01.2009 
Top-Management

Wenig Frauen an der Führungsspitze

Gleichberechtigung hin, Chancengleichheit her: In den Top-Etagen vieler Konzerne sieht man Frauen nach wie vor höchstens als Sekretärin oder einfache Mitarbeiterin. Der Frauenanteil im Top-Management verharrt nach wie vor unter zehn Prozent, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

HB BERLIN. Das gilt nach der Umfrage der Zeitung "Die Welt" unter 30 der wichtigsten Konzerne für die Führungsebenen unter dem Vorstand. Noch schlechter sieht es auf den Vorstandsebenen selbst aus. Die Befragung macht gerade mal eine einzige Frau aus, die es in die Vorstandsriege eines Dax-30-Unternehmens geschafft hat: Barbara Kux bei Siemens. In den USA sei es dagegen inzwischen selbstverständlich, dass Konzerne wie Pepsi oder Kraft Foods von Frauen gelenkt würden.

Auch die 200 größten deutschen Unternehmen sind fest in männlicher Hand, wie die Zeitung weiter berichtete. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) besetzen dort Frauen nur ein Prozent aller Vorstandposten. "Mehr als die Hälfte der top-ausgebildeten jungen Menschen sind Frauen", sagte Personalberater Heiner Thorborg. "Doch kaum eine kommt oben an."

Besonders schlecht schneiden in der "Welt"-Umfrage Industriekonzerne wie Autohersteller ab. BMW gab für die erste Ebene unterhalb des Vorstandes einen Frauenanteil von zwei Prozent an und für die zweite neun Prozent. Bei Daimler lag der Wert für beide Ebenen zum Zeitpunkt der Umfrage im September 2008 bei vier Prozent.

Deutlich höher sei der Frauenanteil in Führungspositionen bei Dienstleistern oder Handelskonzernen. Bei Banken und Versicherungen lagen die Durchschnittswerte demnach meist deutlich über zehn Prozent. Die Deutsche Bank etwa gab für die Ebenen nach dem Vorstand 14,8 Prozent an, die Münchener Rück je nach Hierarchieebene zwischen acht und 18 Prozent.

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