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08.01.2008 
Marks & Spencer

Alle schauen auf den britischen Star-Sanierer

von Dirk Heilmann

Stuart Rose hat den Einzelhandelsriesen Marks & Spencer gerettet. Doch nun endet der Konsum-Boom in Großbritannien. Die wichtigste Frage lautet daher: Kann Rose den Konzern auf Kurs halten?

Marks & Spencer gilt als die gute Stube des britischen Einzelhandels. Foto: dpaLupe

Marks & Spencer gilt als die gute Stube des britischen Einzelhandels. Foto: dpa

LONDON. Marks & Spencer ist nicht einfach irgendein Laden. Marks & Spencer ist die gute Stube des britischen Einzelhandels, die Nachschubbasis des nationalen Familienlebens, bevorzugte Quelle für wärmende Pullis und Fertiggerichte. Konservativ, aber nicht zu spießig. Günstig, aber kein Ramsch. Solider Mainstream halt und damit die wohl schwierigste Nische im modernen Handel.

Vor vier Jahren schien Marks & Spencer am Ende, und das schmerzte die Briten. Keine Firmensanierung begleiteten sie in den vergangenen Jahren mit so großer Anteilnahme wie diese.

Damit ist klar, dass auch Stuart Rose, der Sanierer, kein normaler Manager sein darf. Wie einen Messias feiern Presse und Anleger den 58-Jährigen. Dabei passt die Rolle so gar nicht zu dem nüchternen, schlanken Mann mit dem sorgfältigst links gescheitelten grauen Haar. Immer wieder bremst er die Euphorie: erst als er 2004 gegen alle Wetten die feindliche Übernahmeattacke des lauten, neureichen Handels-Tycoons Philip Green abwehrt. Dann, als er mit harter Detailarbeit die Wende schafft, und schließlich, als er Wachstumsquartal an Wachstumsquartal reiht.

Das Geschäftsjahr 2007/08, das war immer Roses Mantra, wird das entscheidende sein: In dem sich die Erfolge der Sanierung zeigen müssen. „Wir müssen beweisen, dass wir den Schwung bewahren können“, beschwört er die Truppe im Frühsommer. Da sieht noch alles rosig aus. Der Börsenwert hat sich seit seinem Amtsantritt im Mai 2004 beinahe verdreifacht, der Umsatz erreicht das Rekordniveau von 8,6 Mrd. Pfund (11,5 Mrd. Euro), und der Gewinn nähert sich einer Milliarde Pfund.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Das Weihnachtsgeschäft war schwierig

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