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27.03.2008 

Internationale Erfahrung hat der neue Vorstandschef bei BMW reichlich gesammelt. So ist er für die Münchener Autoschmiede vier Jahre in den USA. Als „President BMW Manufacturing Corp.“ leitet er das Werk in Spartanburg, in dem der Geländewagen X5 und der Roadster Z4 gebaut werden

.

Deutz hat in der internationalen Produktion noch großen Nachholbedarf. Riske hat zwar ein Joint Venture mit dem Lastwagenhersteller FAW in China gestartet, das auf eine Kapazität von rund 150 000 Motoren im Jahr ausgelegt ist. Dies ist aber bisher der einzige Fertigungsstandort im Ausland. „Wir müssen in der Nähe der Kunden produzieren“, gibt Leube die Marschrichtung vor. Indien, Osteuropa und die USA sieht er als mögliche Standorte. Ein Werk in den USA steht in der Priorität ganz oben, ist aber noch nicht beschlossen, wie Leube betont.

Und wie kommt der neue Deutz-Chef im Unternehmen an?

„Er ist offen, extrem interessiert und lässt andere ausreden“, beschreibt ihn der Vorsitzende des Deutz-Betriebsrats, Werner Scherer, und fügt hinzu: „Er geht auch runter und redet mit den Arbeitern.“

Einen „fachlich exzellenten Mann“, nennt ihn Reiner Beutel, der mit Leube im Aufsichtsrat des Roboterherstellers Kuka sitzt. Andere Beobachter bescheinigen Leube große Kompetenz bei Motoren und in der Produktionsplanung.

Trotz seiner viel gelobten Kompetenz – Leube musste lange auf den Chefposten warten. Immerhin hatte Vorgänger Riske bereits im Mai seinen Wechsel angekündigt und Ende September Deutz verlassen. Doch erst Mitte Dezember nominierte der Aufsichtsrat den neuen Vorstandschef.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Differenzen zwischen den Aktionären

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