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05.01.2009 
Hamburger Privatbank

Berenbergs erste Stimme

von Mark C. Schneider

Von strukturierten Produkten hat sich Deutschlands älteste unabhängige Privatbank stets ferngehalten – eine Zurückhaltung, die der Berenberg Bank auch in der Krise Zuwächse bereitet. Nun installiert das Kredithaus mit Hans-Walter Peters erstmals in seiner Geschichte einen Sprecher – eine Personalie mit Folgen.

HAMBURG. Der Tonfall ist gedämpft, die Teppiche sind dick und die silbernen Milchkännchen mit dem Wappen des Hauses versehen: Das Bankhaus Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG residiert zwischen dem Traditionshotel Vier Jahreszeiten und dem Überseeclub an Hamburgs Binnenalster – und damit an einer der edelsten Adressen der Hansestadt.

Während die Finanzkrise die Branche aus den Angeln gehoben hat, sieht sich die älteste unabhängige Privatbank Deutschlands in ihrem vorsichtigen Geschäftsgebaren bestätigt – von strukturierten Produkten haben sich die Hamburger stets ferngehalten – und verzeichnet sogar deutliche Zuwächse an Kundeneinlagen. Die Berenberg Bank wächst und will dies allen Umständen zum Trotz weiter tun. Selbst in der Krise stellten die drei persönlich haftenden Gesellschafter (phG) ein: Zu Jahresbeginn arbeiten mit 836 Mitarbeitern gut zehn Prozent mehr bei Berenberg als Anfang 2008. Die Bank ist mit 20 Mrd. Euro Einlagen an acht deutschen und sieben internationalen Standorten vertreten.

Jahrzehntelang prägte Claus-Günther Budelmann das Bild des Kredithauses alter Schule. Wo in der feinen Gesellschaft zwischen Alster und Elbe etwas los ist, darf der 64-Jährige nicht fehlen. Der charmante Kommunikator gilt als Spinne im Netzwerk der Hansestadt. Budelmann bleibt der Bank zwar erhalten, doch von 2009 an soll mit Hans-Walter Peters ein anderer Berenbergs Stimme in der Öffentlichkeit sein.

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