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09.10.2006 
Jim Balsillie

Blackberry-Chef auf glattem Eis

von Gerd Braune

Rim-Vorstand Jim Balsillie steigt beim Eishockey-Club Pittsburgh Penguins ein. Damit erfüllt sich für ihn ein Traum. Schon als Kind war er dem Sport verbunden.

OTTAWA. Ob man mit plumpen Eishockeyhandschuhen einen Blackberry bedienen kann? Vielleicht hat Jim Balsillie, neben Mike Lazaridis Chief Executive Officer des kanadischen Blackberry-Herstellers Research In Motion (Rim), das schon probiert. Schließlich ist Balsillie als passionierter Freizeit-Hockeyspieler bekannt.

Wenn nicht, dann hat er bald Gelegenheit, dies testen zu lassen. Denn Balsillie erfüllt sich einen Traum: Er kauft sich ein Team der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL. Und nicht nur irgendeines: Es sind die ruhmreichen Pittsburgh Penguins, bisher in Besitz des NHL-Superstars Mario Lemieux. Er sei „sehr aufgeregt“, erklärt der Unternehmer.

Der 45-Jährige aus Waterloo vor den Toren Torontos und die von Lemieux geführte Eigentümergruppe unterzeichneten am Donnerstag den Kaufvertrag. Das Direktorium der NHL muss noch zustimmen – eher Formsache.

„Ich liebe das Hockeyspiel“, sagt Balsillie. So sehr, dass er dafür tief in die eigene Tasche greift. Der Kaufpreis wurde zwar nicht genannt, kanadische Medien sprechen aber von 175 Millionen US-Dollar. In dieser Größenordnung bewegte sich ein Angebot, das die Penguins im Sommer von einem anderen kanadischen Geschäftsmann erhalten, aber nicht angenommen hatten.

Sein Geld hat Balsillie mit dem Blackberry gemacht, jenem toastscheibengroßen Managerspielzeug, das dem Besitzer jederzeit seine E-Mails übermittelt. 1992 war er bei Rim eingestiegen, einem damals unbedeutenden Unternehmen. Sieben Jahre später kam der Blackberry und machte Rim zur Erfolgsgeschichte. Balsillies Anteile haben heute nach Angaben der kanadischen Zeitung „Globe and Mail“ einen Wert von 1,25 Milliarden US-Dollar.

Seine Liebe zum Eishockey ist ein offenes Geheimnis in seiner Heimat. Vor einigen Jahren, sagen Insider, soll er sich vergeblich um die Toronto Maple Leafs bemüht haben.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Von Kindesbeinen an.

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