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27.03.2008 
DIHK-Präsident

Braun kündigt Rückzug an

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun will in drei Jahren die Konzernspitze des Medizintechnikherstellers B. Braun verlassen. "Die jüngste Vertragsverlängerung war definitiv die letzte", sagte Braun am Mittwoch in in Melsungen.

Ludwig Georg Braun: "Jetzt ist es an der Zeit, einen Nachfolger zu suchen und einen harmonischen Übergang auf den Weg zu bringen." Foto: dpaLupe

Ludwig Georg Braun: "Jetzt ist es an der Zeit, einen Nachfolger zu suchen und einen harmonischen Übergang auf den Weg zu bringen." Foto: dpa

HB. Der 64-Jährige steht seit 1977 an der Konzernspitze. B. Braun hatte seinen Vertrag vergangene Woche um zwei Jahre bis zum Frühjahr 2011 verlängert. Beim Amtsantritt von Ludwig Georg Braun erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 424 Mill. DM (ca. 215 Mill. Euro). Das entspricht in etwa dem Gewinn von 217,7 Mill. Euro, den B. Braun Melsungen am Mittwoch für das Jahr 2007 meldete, ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 2006. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 3,6 Mrd. Euro, also 16-mal so hoch wie beim Amtsantritt von Braun.

1977 beschäftigte B. Braun gut 3 000 Mitarbeiter, heute sind es 35 100. "Jetzt ist es an der Zeit, einen Nachfolger zu suchen und einen harmonischen Übergang auf den Weg zu bringen", sagte Braun. Das Familienunternehmen strebe eine interne Lösung an. Der neue Chef müsse aber nicht unbedingt aus der Familie kommen, sagte der Ururenkel des Unternehmensgründers. Seine Amtszeit als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) läuft in einem Jahr aus.

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