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23.04.2007 
Uli Veigel steigt bei Grey auf

Die Stimme des Kunden

von Catrin Bialek

Uli Veigel, Chef der Werbeagentur Grey Deutschland, wird künftig auch weltweit bei der Grey-Gruppe ein Wörtchen mitzureden haben: Der 51-Jährige ist ins neue Führungsgremium Global Group Management Board berufen worden. Veigel wird der einzige Länderchef und damit „Repräsentant des Kunden“.

Uli Veigel arbeitet jetzt im globalen Grey-Geschäft mit. Foto: HBLupe

Uli Veigel arbeitet jetzt im globalen Grey-Geschäft mit. Foto: HB

DÜSSELDORF. Vom Aufstieg Veigels erfuhr das Handelsblatt vorab. In dem Global Group Management Board will Grey-Weltchef Jim Heekin die „besten Köpfe der Agenturgruppe“ versammeln. „Wie innovieren wir die Marke Grey, in welche neuen Geschäftsfelder sollten wir investieren?“ Mit diesen Worten beschreibt Veigel die Ziele der neuen Arbeitsgruppe.

Der Werbemarkt ist derzeit von großen Veränderungen geprägt: Viele Unternehmen verschieben ihre Werbeetats zu Gunsten der Online-Werbung. Auf der Strecke bleiben oft klassische Werbeformen wie Fernsehspots und Radiowerbung.

Veigel wird der einzige Länderchef in dem zwölfköpfigen Top-Gremium sein. „Damit repräsentiere ich die Stimme des Kunden“, sagt der Chef der zweitgrößten Agentur Deutschlands mit Sitz in Düsseldorf selbstbewusst. Zusammen mit seiner Londoner Kollegin Tamara Ingram bilde er „die europäische Achse“.

Veigel genießt in der Grey-Gruppe den Ruf eines Generalisten: Bevor er Anfang des Jahres 2004 als Nachfolger des langjährigen Grey-Deutschlandchefs Bernd Michael antrat, führte er die Geschäfte der inzwischen aufgelösten Agentur Bates. Dort war er viele Jahre für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie Zentraleuropa verantwortlich.

Davor lernte der Werbefachmann einige Jahre lang auch das Geschäft der Agenturkunden kennen: als Produktmanager beim Zigarettenhersteller Reemtsma.

Als „sehr offen, sehr kollegial“ beschreibt eine Mitarbeiterin den Grey-Chef. „Seine Tür steht für jeden offen, er ist immer ansprechbar – außer wenn er im Gespräch mit dem Kunden ist“, sagt sie.

Seine Ziele setzt Veigel schnell und effizient um: Als er vor drei Jahren den Chefposten bei Grey übernahm, hatte er zum Beispiel angekündigt, er wolle die kreativen Leistungen der Agentur vorantreiben. Deshalb holte er sich den Top-Kreativen Frank Dopheide ins Boot. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Allein im vergangenen Jahr heimste die Werbeagentur zahlreiche Kreativpreise ein.

„Wir sind einfach schneller, wenn nur eine Hand voll Leute die weltweite Markenführung im Sinne unserer Kunden unter Kontrolle hat“, sagt Veigel zur Aufgabe des neuen internationalen Boards. Dieses wird Ende dieser Woche zum ersten Mal tagen.

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