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29.06.2007 
Hans-Peter Villis

Eon-Manager ist Favorit als EnBW-Chef

Ein Eon-Manager hat offenbar beste Chancen, neuer Vorstandschef der Energie Baden-Württemberg (EnBW) zu werden: Hans-Peter Villis, derzeit Finanzvorstand bei der Eon-Niederlassung in Schweden, ist nach Informationen des Handelsblatts aus Branchenkreisen inzwischen der Favorit für die Nachfolge von Utz Claassen.

Spätestens im April 2008 wird EnBW einen neuen Vostandschef bekommen. Foto: ArchivLupe

Spätestens im April 2008 wird EnBW einen neuen Vostandschef bekommen. Foto: Archiv

juf/jsn/mwb/ali DÜSSELDORF. Hans-Peter Villis ist der Wunschkandidat des Großaktionärs Electricité de France (EdF). Nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ soll Villis bereits am Wochenende den Arbeitnehmervertretern vorgestellt werden. Der 49-jährige könnte dann schon auf der für den kommenden Donnerstag angesetzten Sitzung des Aufsichtsrates bestellt werden.

Nach Angaben aus Arbeitnehmerkreisen ist dies aber noch nicht sicher, auch wenn mit Nachdruck an der Personalie gearbeitet werde. Die Abstimmung zwischen den beteiligten Gruppen, der EdF, dem zweiten Großaktionär, dem kommunalen Zweckverband OEW, und den Arbeitnehmervertretern ist offenbar kompliziert.

Villis ist seit vergangenem Jahr in Schweden, zuvor war er Vorstandschef beim Regionalversorger Eon Westfalen Weser und hat für den Wasserversorger Gelsenwasser gearbeitet. EnBW wollte die Personalie auf Anfrage nicht kommentieren. EdF sagte, es sei noch keine Entscheidung gefallen.

Claassen hatte in der vergangenen Woche überraschend angekündigt, für eine Verlängerung seines Vertrages, der im April 2008 ausläuft, nicht zur Verfügung zu stehen. Ob er bis zum Schluss bleibt, wenn rasch ein Nachfolger gefunden wird, ist aber fraglich.

In den vergangenen Tagen war auch der Vorstandsvorsitzende des Oldenburger Regionalversorgers EWE, Werner Brinker als möglicher Claassen-Nachfolger gehandelt worden. EnBW und EWE loten zur Zeit Möglichkeiten für eine Kooperation aus, die bis hin zu einer Überkreuzbeteiligung reichen könnten. Nach Informationen des Handelsblatts ist Brinker allerdings gar nicht angesprochen worden.

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