0 Bewertungen
18.12.2007 
Spekulationen über Wechsel zu Merrill Lynch

Eurohyp-Chef Knobloch bleibt an Bord

von Hans G. Nagl

Eurohypo-Chef Bernd Knobloch hat Spekulationen über einen Wechsel ins Top-Management der US-Investmentbank Merrill Lynch eine klare Absage erteilt. Es waren Gerüchte über ein angebliches Angebot der Amerikaner aufgekommen. Unterdessen bekommt auch der deutsche Immobilienfinanzierer die Kreditkrise zu spüren.

Bernd Knobloch will Vorstandschef der Eurohypo bleiben. Foto: dpaLupe

Bernd Knobloch will Vorstandschef der Eurohypo bleiben. Foto: dpa

DÜSSELDORF. „Ich bleibe hier“, sagte der 56-Jährige im Gespräch mit dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). „Ich bin gerne Vorstandsvorsitzender der Eurohypo, und es gibt für mich überhaupt keine Veranlassung, aus dem Vorstand der Commerzbank auszuscheiden.“ Zugleich machte er deutlich, dass die Gerüchte um ein angebliches Angebot der Amerikaner jeglicher Grundlage entbehrten. „Das kommt aus dem Nichts.“

Der Banker bezieht damit erstmals öffentlich Stellung. Knobloch, der auch Mitglied des Vorstands der Konzernmutter Commerzbank ist, gilt als ausgewiesener Immobilienexperte mit exzellenten Branchenkontakten und hätte das angeschlagene Immobiliengeschäft von Merrill Lynch wieder auf Kurs bringen können.

Doch spurlos geht die Krise auch an der Eurohypo nicht vorbei. Im dritten Quartal musste Europas größter Immobilienfinanzierer Abschreibungen von 128 Millionen Euro auf forderungsunterlegte Wertpapiere hinnehmen. Ob im vierten Quartal erneute Wertberichtigungen drohen, ließ der Eurohypo-Chef offen: „Angesichts der unverändert schwierigen Marktlage infolge der immer noch schwelenden Subprime-Krise kann man so etwas nicht gänzlich ausschließen.“

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Ende eines traurigen Kapitels  Artikel in Merkliste

21.08.2008 von Nicole Bastian

Manche Zahlen muss man in Relation sehen: Zwischen einhundert und zweihundert Millionen Euro hat die KfW noch für ihre gut 90 Prozent an der IKB bekommen. Genau wollen das Bund, KfW und Käufer Lonestar nicht sagen. Und das ist letztlich auch egal, denn an der Relation ändert es nichts. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Zurück zur Integration  Artikel in Merkliste

21.08.2008 von Mark C. Schneider

Die Einigung zwischen Continental und Schaeffler war überfällig. Sie ist gut für den Standort, die deutsche Autoindustrie und die Arbeitnehmer. Kommentar

weiterHandelsblatt Quiz

Werbesprüche-Quiz: Auf Kundenfang mit dem Wir-Gefühl

Los geht's!Seit 1990 ist „Wir“ das wichtigste Wort in der Werbesprache. Wissen Sie, wer noch mit dem Sinn für Gemeinschaft auf Kundenfang geht?
Testen Sie Ihr Wissen!
Anzeige