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02.03.2006 
Von Kontakten profitieren

Ex-Minister Clement berät Citigroup

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) berät künftig den Bankriesen Citigroup in Deutschland. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, will das US-Institut von seinen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen profitieren und setzt auf ihn als Türöffner in Berlin.

Soll mit seinen Kontakten der Citigroup zur Seite stehen: Wolfgang Clement Foto: dpaLupe

Soll mit seinen Kontakten der Citigroup zur Seite stehen: Wolfgang Clement Foto: dpa

rob FRANKFURT. Die Citigroup bestätigte das Engagement Clements. Er ist neben dem ehemaligen Bertelsmann-Chef Mark Wössner der zweite hochkarätige Name aus Wirtschaft und Politik, der für die Citigroup in Deutschland arbeitet. Wössner berät das Institut als so genannter Chairman.

Für Clement ist die künftige Rolle als „Senior Advisor“ nicht der einzige neue Job seit seinem Abtritt von der politischen Bühne vor rund drei Monaten. So wählte die RWE-Kraftwerkstochter, RWE Power, den Sozialdemokraten für fünf Jahre als Mitglied in den Aufsichtsrat. Zudem gehört Clement seit Dezember dem Aufsichtsrat des Dienstleistungsunternehmens Dussmann an. Seit Ende Januar arbeitet er auch für das Kontrollgremium der Berliner Landau AG, einem Anbieter von Medienbeobachtung und Resonanz-Analysen.

Kritik am Engagements Clements als Citigroup-Berater erwarten Banker nicht. In seiner Zeit als Wirtschaftsminister habe es keine direkte Nähe zur Finanzindustrie gegeben, heißt es. Zuvor war Clement wegen seines Postens bei RWE Power massiv unter Druck geraten. Ein ähnliches Schicksal widerfuhr Caio Koch-Weser, dem ehemaligen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Koch-Weser will für die Deutsche Bank arbeiten. Seine Pläne stießen jedoch auf Kritik, da er als Staatssekretär unter anderem für die Bankenaufsicht zuständig war.

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