Das vergangene Wochenende wird Jorma Ollila sicherlich in Erinnerung bleiben: Der 55-jährige Manager durfte gleich zwei Auszeichnungen auf einmal in Empfang nehmen.
HB KIEL. Jorma Ollila, der frühere Chef von Nokia und heutige Chairman des finnischen Unternehmens, ist am Wochenende vom Verband der europäischen Wirtschaftszeitungen als „Europäischer Manager des Jahres 2006“ ausgezeichnet worden. Zudem nahm er gestern den Weltwirtschaftlichen Preis des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) entgegen.
Ollila habe aus einem technologisch unterlegenen Konglomerat den globalen Marktführer auf dem Handymarkt gemacht, hieß es in der Begründung der European Business Press (EBP). Ollila war seit 1992 Nokia-Chef und gab diese Position Anfang Juli dieses Jahres ab.
Noch Ende der 80er-Jahre war Nokia ein Übernahmekandidat, der Gummistiefel, Toilettenpapier und Unterhaltungselektronik produzierte. Ollila sei ein Visionär und zugleich ein Manager, der seine strategischen Entscheidungen umsetzen könne, hieß es bei der EBP weiter. Dem Verband gehören 51 führende Wirtschafttageszeitungen aus ganz Europa an, darunter „Financial Times“, „Wall Street Journal Europe“, „Les Echos“ und „Handelsblatt“.
Den Weltwirtschaftlichen Preis des IfW bekam Ollila, weil er bewiesen habe, wie aus der globalisierten Welt mit all ihren Unsicherheiten neues kreatives Potenzial zu entwickeln sei, sagte IfW-Präsident Dennis Snower. Nokia habe sich auch bei Umweltstandards und sozialen Projekten einen Namen gemacht.
