1949: Mit Autos aufgewachsen Ferdinand Piëch (rechts) und sein Cousin "Butzi" Porsche lassen sich vom Großvater Ferdinand Porsche den Porsche 356 erklären. Der Sportwagen hat einen 1,1-Liter-VW-Motor mit 35 PS. Er ist das erste Serienmodell von Porsche.
1975: Karriereschub bei Audi NSU Nach seinem Ingenieurstudium an der ETH Zürich arbeitet Piëch ab 1963 in der Entwicklungsabteilung von Porsche in Zuffenhausen. 1972 wechselt er als Hauptabteilungsleiter zur Audi NSU Auto Union AG in Ingolstadt, die ihn drei Jahre später zum Technik-Vorstand beruft.
1982: Lob für Audi 100 Als Audi-Technikvorstand nimmt Piëch das "Goldene Lenkrad" für den neuen Audi 100 entgegen. Der Wagen gilt wegen seines geringen Luftwiderstands als technische Sensation.1993: Machtübernahme bei VW Im Januar 1993 wird Piëch Vorstandschef bei VW. Das Bild zeigt ihn im selben Jahr mit VW-Betriebsratschef Klaus Volkert (links). Dieser wird 2008 im Zuge der "VW-Affäre" zu fast drei Jahren Gefängnis verurteilt - unter anderem, weil er sich von VW Bordell-Besuche bezahlen ließ. Piëch will von den Vorgängen nichts gewusst haben, wird aber von Volkert indirekt der Mitwisserschaft beschuldigt.
1993: Piëch holt Ignacio López Als VW-Chef wirbt Piëch den legendären General-Motors-Manager José Ignacio López (links) ab. Der setzt den Zulieferern die Daumenschrauben an und drückt die Kosten, was später bei VW zu Qualitätsproblemen führt. GM wirft López Industriespionage vor, 1996 verlässt er VW.
1999: VW will in die Oberklasse Piëch will Mercedes und BMW auf dem Markt für Luxuslimousinen angreifen - und lässt den Phaeton entwickeln. Der hohe Verbrauch der Motoren (Bild) bringt VW in die Kritik. Der in der "gläsernen Manufaktur" in Dresden gebaute Wagen verkauft sich nur schleppend.
2000: Einstieg bei Scania Volkswagen übernimmt vom schwedischen Lastwagen- und Bushersteller Scania einen Anteil, der 34 Prozent der Stimmrechte sichert. Piëch wird Aufsichtsratsmitglied bei Scania.
2002: Piëch holt Pischetsrieder Bernd Pischetsrieder folgt Piëch an die Spitze von VW. Piëch wird Aufsichtsratschef. Beide kommen nicht miteinander klar - 2006 drängt Piëch Pischetsrieder aus dem Amt und holt Audi-Chef Martin Winterkorn als Nachfolger.
