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12.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 14:53 Uhr 

Der ambitionierte Sanierungsplan des ist Makulatur. Er prüft nun, den Stellenabbau zu beschleunigen, um das seit Jahren hochdefizitäre US-Geschäft zu sanieren.

Aber wie lange wird die Geduld von Kerkorian reichen?

Mit dem Milliardär, der seinen Anteil am Autobauer auf 5,5 Prozent aufstocken will, hat der seit Ende April einen streitlustigen neuen Großaktionär im Nacken, der schon anderen Topmanagern das Leben schwergemacht hat. Das Sagen im Konzern hat zwar weiterhin die Gründerfamilie die rund 40 Prozent der Stimmrechte kontrolliert. Doch Kerkorian gilt als aggressiver Investor, der schnell die Geduld mit dem Management verliert, wenn es sich seinen Einflüsterungen widersetzt.

Der 91-jährige Milliardär lobte zwar bei seinem Einstieg die Arbeit des Managements ausdrücklich. Aber wenige Tage später forderte sein Berater Jerome York öffentlich, solle sich von der schwedischen Marke Volvo trennen, was Mulally zuvor noch verworfen hatte.

Doch der Konzernchef hat kaum noch eine Wahl: Ford steht am Abgrund. Mit mehr als zwölf Milliarden Dollar Verlust hat der Autobauer das Jahr 2006 abgeschlossen. Praktisch alles ist bereits verpfändet: Fabriken, Werksgelände, selbst das Die Edelmarken Aston Martin, Jaguar und Land-Rover sind schon verkauft. Und jetzt kommt die Konsumflaute in den USA noch hinzu. Die Branche erwartet 2008 den schwächsten Absatz seit zehn Jahren. Eine Kombination aus Immobilienkrise, verschärften Kreditbedingungen und steigenden Benzinkosten hält immer mehr US-Konsumenten vom Autokauf ab. Vor allem Spritschlucker wie Geländewagen und Pick-up-Trucks sind regelrecht abgestürzt. Das ist eine Hiobsbotschaft für Mulally: Fast die Hälfte aller verkauften gehört zu dieser Klasse.

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