0 Bewertungen
12.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 14:53 Uhr 

Der zweitgrößte US-Autobauer nach General Motors werde sich nun noch stärker auf die Produktion kleinerer Autos wie den Focus konzentrieren, sagt Mulally. Doch in der langfristig orientierten Autobranche ist dies nicht über Nacht zu schaffen und erzwingt weitere schmerzliche Einschnitte.

Gelingt Mulally noch die Sanierung? "Er hat gezeigt, dass er einen Großkonzern umdrehen kann", halten ihm viele Analysten zugute.

Sie verweisen damit auf seine Leistung bei Boeing. Mulally übernimmt dort im Jahr 1998 die Leitung der zivilen Flugzeugbausparte, deren Geschäft nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dramatisch einbricht.

Mulally greift damals durch. Er streicht in den USA 35 000 Stellen und verlagert einen Großteil der Fertigung zu ausländischen Fremdfirmen. Inzwischen sind die Boeing-Jets wieder ein Verkaufsschlager.

Aus Japan holt sich der Tennisspieler und Toyota-Fan, der bis zur Amtsübernahme bei einen Lexus LX 430 fährt, bis heute die meisten Anregungen: Er führt erst wenige Monate den als er Toyota-Chairman Fujio Cho einen Kurzbesuch abstattet, um "vom Meister zu lernen", wie Mulally ehrfurchtsvoll erzählt.

Tatsächlich drücken die Japaner die US-Hersteller in deren Heimatmarkt immer mehr an die Wand. Im Mai dieses Jahres haben die asiatischen Autobauer erstmals in den USA mehr Fahrzeuge als die einheimischen Hersteller verkauft.

Die muss sich deshalb wohl auf neue radikale Änderungen gefasst machen: Bei Boeing kürzte Mulally die ursprünglich 14 Flugzeugbaureihen auf nur noch vier zusammen. Auf diese Weise schaffte er, was sich die und die Aktionäre so dringend wünschen: Er sanierte eine Organisation, die kaum noch wettbewerbsfähig war.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Ein herber Verlust für die Telekom  Artikel in Merkliste

02.12.2008, 17:33 Uhr von Sandra Louven

Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick verlässt den Konzern. Das bedeutet vor allem eines: ein weiteres Problem für Vorstandschef René Obermann. Eick war der Fels in der Brandung. Er hatte jahrelange Erfahrung mit den Eigenheiten des Bonner Konzerns. Und die sind im Fall der Telekom nicht zu unterschätzen. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Herber Verlust  Artikel in Merkliste

02.12.2008, 17:58 Uhr von Sandra Louven

Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick war der ruhende Pol im Vorstand der Telekom, er hatte die größte Erfahrung. Daher ist er kaum gleichwertig zu ersetzen. Kommentar

weiterHandelsblatt Quiz

Vorstandsbezüge: Quiz: Was Dax-Manager verdienen

Los geht's!Über Ihre Gehälter wird derzeit viel diskutiert. Deutsche-Bank-Chef Ackermann verzichtet 2008 nun auf jegliche Boni. Aber was verdienen die Chefs der Dax-Unternehmen überhaupt?
Testen Sie Ihren Realitätssinn!
Anzeige