Der zweitgrößte US-Autobauer nach General Motors
werde sich nun noch stärker auf die Produktion kleinerer Autos wie den Focus konzentrieren, sagt Mulally. Doch in der langfristig orientierten Autobranche ist dies nicht über Nacht zu schaffen und erzwingt weitere schmerzliche Einschnitte.
Gelingt Mulally noch die Sanierung? "Er hat gezeigt, dass er einen Großkonzern umdrehen kann", halten ihm viele Analysten zugute.
Sie verweisen damit auf seine Leistung bei Boeing
. Mulally übernimmt dort im Jahr 1998 die Leitung der zivilen Flugzeugbausparte, deren Geschäft nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dramatisch einbricht.
Mulally greift damals durch. Er streicht in den USA 35 000 Stellen und verlagert einen Großteil der Fertigung zu ausländischen Fremdfirmen. Inzwischen sind die Boeing
-Jets wieder ein Verkaufsschlager.
Aus Japan holt sich der Tennisspieler und Toyota
-Fan, der bis zur Amtsübernahme bei einen Lexus LX 430 fährt, bis heute die meisten Anregungen: Er führt erst wenige Monate den als er Toyota
-Chairman Fujio Cho einen Kurzbesuch abstattet, um "vom Meister zu lernen", wie Mulally ehrfurchtsvoll erzählt.
Tatsächlich drücken die Japaner die US-Hersteller in deren Heimatmarkt immer mehr an die Wand. Im Mai dieses Jahres haben die asiatischen Autobauer erstmals in den USA mehr Fahrzeuge als die einheimischen Hersteller verkauft.
Die muss sich deshalb wohl auf neue radikale Änderungen gefasst machen: Bei Boeing
kürzte Mulally die ursprünglich 14 Flugzeugbaureihen auf nur noch vier zusammen. Auf diese Weise schaffte er, was sich die und die Aktionäre so dringend wünschen: Er sanierte eine Organisation, die kaum noch wettbewerbsfähig war.
