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09.01.2009 
Insiderhandel

Freenet-Chef Spoerr beteuert Unschuld

Es sind alles andere als einfache Wochen für den Noch-Chef von Freenet, Eckhard Spoerr. Erst verliert er seinen Chefposten bei dem Telekommunikations-Unternehmen mehr oder weniger. Und nun muss er sich vor Gericht wegen Insiderhandel verantworten.

Freenet-Chef Eckhard Spoerr steht auch vor Gericht im Rampenlicht. Foto: dpaLupe

Freenet-Chef Eckhard Spoerr steht auch vor Gericht im Rampenlicht. Foto: dpa

HB HAMBURG. Der wegen verbotener Insidergeschäfte vor dem Landgericht Hamburg angeklagte Vorstandschef des Telekommunikations-Unternehmens Freenet, Eckhard Spoerr, hat zum Prozessauftakt seine Unschuld beteuert. Auch der ebenfalls angeklagte Finanzvorstand Axel Krieger wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe am Freitag zurück.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, im Juli 2004 als Manager des Hamburger Internet-Dienstleisters Freenet jeweils rund 60 000 Aktien ihrer Firma aus einem Sondervergütungsprogramm für den Vorstand verkauft zu haben, kurz bevor der Aktienkurs wegen der Veröffentlichung eines negativen Quartalsberichts einbrach. Sie sollen dadurch jeweils rund 1,17 Mio. Euro verdient haben. Bei den Transaktionen setzten die Angeklagten nach Ansicht der Anklage Sonderwissen über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zielgerichtet ein.

Spoerr und Krieger wiesen dies in ihren Stellungnahmen zurück. „Der Verkauf der Aktien 2004 beruht allein auf einer im Herbst 2003 gemeinsam mit Herrn Krieger getroffenen Entscheidung, die Aktien zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu veräußern. Dies hatte nichts mit Quartalszahlen zu tun“, sagte Spoerr. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

Freenet.de war im März 2007 mit dem Mutterkonzern Mobilcom zur Freenet verschmolzen worden. Spoerr und Krieger waren daraufhin in den Gesamtvorstand des neuen Unternehmens gewechselt.

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