Merckle sitzt zwar im Aufsichtsrat von Heidelberg Cement
, im Merckle-Familienbeirat und hat "noch ein, zwei andere Posten". Im Mittelpunkt steht aber seine Arbeit als Geschäftsführer des Seehaus-Trägervereins Prisma. Komplett renoviert wird der Gutshof Platz für 30 Jugendliche bieten. Zudem möchte Prisma auch in anderen Bundesländern Projekte des freien Jugendstrafvollzugs aufbauen.
Obwohl Tobias Merckle nicht Manager in der Wirtschaft geworden ist, will der 37-Jährige expandieren. Er klingt wie ein Unternehmer, wenn er sagt: "Es ist toll, zu sehen, wie sich die Investition in die Jugendlichen lohnt."
"Philanthropie wandelt sich zum Sozialunternehmertum", beschreibt Soziologe Druyen diese Entwicklung. An deren Ende müsse sich mit gutem Tun auch Geld verdienen lassen, damit soziale Projekte unabhängig von ihren Initiatoren werden und sich selbst tragen. Das eröffne die Chance, die nachlassende Kraft des Sozialstaats zu ersetzen.
Porsche und Merckle sind für Druyen Vorbilder, weil sie soziales Engagement mit Professionalität verbinden. "Unter Reichen", sagt der Professor, "ist das bei den Jüngeren und den Ruheständlern ein Trend."
Daniel Porsche dichtet auch und unterstützt damit die Paracelsus-Schule
