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26.09.2005 
Deutscher ist Chef der internationalen Börse in Dubai

Gekommen, um zu schwitzen

von Markus Pfeil

An die Geräusche der Presslufthammer hat sich Steffen Schubert gewöhnt. An Hitze und Luftfeuchtigkeit auch. Schubert mag Dubai. Er mag seinen Job. Schubert ist Vorstandschef der neuen internationalen Börse, die heute im Wüstenemirat den Handel aufnimmt.

Steffen Schubert ist Chef der Börse Dubai. Lupe

Steffen Schubert ist Chef der Börse Dubai.

HB DUBAI. Dubai International Financial Exchange oder DIFX, ein Börsenplatz – der in den hochglänzenden Werbebroschüren vollmundig als neue Leitbörse neben Tokio, Frankfurt oder New York gepriesen wird.

In nur 18 Monaten hat Dubai die DIFX aus dem Wüstenboden gestampft. Sie ist Teil des Dubai International Financial Center (DIFC), das auf Geheiß des Kronprinzen Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum für fünf Milliarden Dollar gebaut und schon bald den größten Parkplatz der Welt haben wird. 60 000 Menschen sollen hier einmal arbeiten.

Fertig ist der neue Finanzplatz noch lange nicht. Ein riesiges Bauloch gähnt hinter dem „Gate“, dem Hauptgebäude, einer Art Triumphbogen, den sich die Scheichs im Pariser Stadtteil La Defense abgeschaut haben. In der Glasfassade des Börsengebäudes fehlen ein paar Scheiben, im Handelsraum funktioniert zwar das elektronische Handelssystem – vorzeigbar ist das Herz der neuen Börse aber nicht. Und Steffen Schubert hat noch kein Büro.

Besucher empfängt er deshalb im Büro des Kronprinzen. Hier im 14. Stock hat sich seine Hoheit einen repräsentativen Raum im japanischen Stil herrichten lassen, schließlich ist er der Oberaufseher im neuen Finanzzentrum. Gearbeitet hat hier noch niemand.

Auch wenn Schubert und sein Team gerade erst aus den Baucontainern umgezogen sind, der Börsenchef ist begeistert von der Unkompliziertheit und Entscheidungsfreudigkeit, die Scheich Mo – so nennen hier alle ihren Kronprinzen – seit Jahren vorlebt. Scheich und Schubert wollen, dass aus der DIFX die internationalste Börse der Welt wird. In Sachen Personal ist der Anspruch zumindest erfüllt: 60 Mitarbeiter aus 21 Nationen arbeiten hier.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Schubert soll Kunden locken

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