Schuberts Aufgabe ist es, Kunden aus der Türkei, aus Indien, Ägypten oder Südafrika für Börsengänge oder Anleiheemissionen in die Freihandelszone am Golf zu locken. 200 Emittenten will Schubert aus dieser Region gewinnen. Mit 20 bis 25 Börsengängen rechne er bis Ende kommenden Jahres. Den ersten will er Journalisten und Banken heute präsentieren: den der libanesischen Firma Inspector. Mehr als 700 Millionen Dollar will die Telefongesellschaft an der Börse einsammeln. Außerdem will Schubert die ersten strukturieren Produkte an der Börse einführen. Mehr darf er noch nicht sagen.
Die Details verkündet er heute auf einer Pressekonferenz, zu der er gemeinsam mit den Banken der ersten Stunde geladen hat. Neben der Credit Suisse haben die Deutsche Bank, die Citigroup, HSBC und die UBS eine Lizenz für die DIFX erworben. Fünf bis zehn Marktteilnehmer sollen in diesem Jahr noch dazukommen, im kommenden Jahr rechnet Schubert mit 30 Banken. „Die Lizenz kostet nur ein paar tausend Dollar, und die Gewinne sind innerhalb der Freihandelszone 50 Jahre steuerfrei“, sagt er, als seien dass Argumente genug.
„Schubert ist ein netter Kerl“, meint Uwe Zimmer, Vermögensverwalter und Chef der Deutsch-Arabischen Gesellschaft. Schubert wisse, wovon er rede. Er protze nicht wie die Sprache in den Prospekten, wenn er über seinen Arbeitgeber rede. Er spricht realistischer über seinen Job, über die Chancen der DIFX, die er als „Lebensaufgabe“ bezeichnet. So etwas komme nicht wieder. „Wir bauen hier alles auf. Nicht nur das Börsengebäude, auch die technische Plattform, das Aufsichtssystem und die Abwicklung. Es ist die Re-Definition des Nichts.“
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