0 Bewertungen
15.06.2007 

Für diesen Posten ist Bonse eine nahezu ideale Besetzung. Er kennt die Energiebranche in Deutschland aus dem Effeff. Mehr als 40 Jahre mischte der gebürtige Sauerländer beim Vorgänger des Eon-Konzerns, der Veba, in Führungspositionen mit.

In den siebziger Jahren lernt er auch den heutigen RAG-Chef Werner Müller kennen, der ihn damals als Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung bei der Veba ablöst, die später mit Viag zum Eon-Konzern fusioniert. Bonse und Müller schätzen sich sehr, sagt ein langjähriger Weggefährte. Auch als Müller 1998 Bundeswirtschaftsminister wird, verteidigt Bonse seinen Ex-Kollegen gegen heftige Kritik aus der Energiebranche, die Müllers Pläne zum Ausstieg aus der Kernenergie kritisieren.

Der neue Präsident der Kohlestiftung hat auch einen guten Draht zu Hubertus Schmoldt. Der Chef der Gewerkschaft IG BCE hat beim Gerangel um die Spitzenposten der Stiftung als RAG-Aufsichtsrat maßgeblichen Einfluss gehabt. Bonse und Schmoldt pflegen ihren Kontakt seit Bonses Veba-Zeit. Als damaliger Vorstandschef der Veba Oel kämpfte Bonse dafür, dass der Personalabbau immer sozialverträglich erfolgte.

CDU-Mitglied Bonse kann nicht nur gut mit der Gewerkschaft, sondern auch mit der Kanzlerin. Als damaliger Vorsitzender des Wirtschaftsrats der CDU entwickelte er vor der Bundestagswahl 2005 ein Energieprogramm, mit dem Angela Merkel in den Wahlkampf zog. Die Kanzlerin berief ihn später in die Energiegipfelrunde, die Merkels Energiekonzept bis zum Jahr 2020 gestaltet. Am 3. Juli berät die Runde erneut, vor allem über die Zukunft der Kernenergie.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: „Ich finde es gut, wenn Konflikte auf den Tisch kommen.“

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Britische Banken an die Kandare  Artikel in Merkliste

13.10.2008, 10:27 Uhr von Dirk Heilmann

Das britische Rettungspaket für die Banken ist mindestens europaweit zum Vorbild geworden. Seine drei Elemente – Rekapitalisierung der Banken, Liquiditätsschwemme und staatliche Garantie für den Interbankenmarkt – scheinen die Nöte des Finanzsystems am besten zu lindern. Auch wenn der Härtetest in der Praxis noch aussteht. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Verspätete Rücktritte  Artikel in Merkliste

12.10.2008 von Axel Höpner

Für einen Abschied in Würde war es zu spät. Stur hat sich Kurt Viermetz geweigert, als Aufsichtsratschef die Mitverantwortung für das Debakel bei der Hypo Real Estate zu übernehmen. Selbst, wenn er sich keiner Schuld bewusst sein sollte: Schon aus Rücksicht auf das Unternehmen hätte Viermetz längst seinen Hut nehmen müssen. Kommentar

weiterHandelsblatt Quiz

Wissenstest: Wie gut ist Ihr Manager-Deutsch?

Los geht's!Sie sprechen Deutsch? Aber sprechen Sie auch Manager-Deutsch? In unserem Quiz erfahren Sie, ob Sie auf dem neuesten Stand sind.
Testen Sie Ihr Wissen!
Anzeige