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24.06.2008 
Europas neuer Paketbote

Hanjo Schneider tritt gegen Postkonzerne an

von Axel Granzow
Logistikmanager Hanjo Schneider wird künftig die europäischen Otto-Töchter unter dem Dach des Mutterkonzerns vereinen.  Foto: dpaLupe

Logistikmanager Hanjo Schneider wird künftig die europäischen Otto-Töchter unter dem Dach des Mutterkonzerns vereinen. Foto: dpa

Hanjo Schneider rückt im Februar 2009 in den Vorstand des Versandhändlers Otto auf. Der Hamburger Logistikmanager führte bisher den Paketdienst Hermes Logistik Gruppe (HLG). Der ehrgeizige Hamburger bekommt eine anspruchsvolle Aufgabe: er soll alle europäischen Paketgesellschaften der Otto-Gruppe unter dem Dach einer Holding vereinen.

DÜSSELDORF. Eine Krawatte der Modemarke Hermès hat Hanjo Schneider wohl (noch) nicht im Kleiderschrank hängen. Der 47-Jährige gilt als Bindermuffel. Doch die Verwechslung mit der Edelmarke kann zu einer großen Herausforderung für den Hamburger Logistikmanager werden. Denn "Hermes" steht künftig wohl auch für das gesamte europäische Paketgeschäft des Mutterkonzerns, des Versandhändlers Otto, allerdings ohne Accent grave, dafür mit Hanjo Schneider.

Der charismatische Hamburger mit den blauen Augen rückt im Februar 2009 in den Vorstand des Mutterkonzerns auf und erhält ab sofort eine Sonderaufgabe: "Aufbau eines europäischen Leistungsverbundes der Hermes Europa". Er soll alle Paketgesellschaften der Otto-Gruppe in Europa unter dem Dach einer Holding bündeln. Otto will mit den längst international tätigen Konkurrenten DHL, DPD, GLS und TNT, hinter denen große nationale Postkonzerne stehen, sowie mit den US-Paketriesen UPS und Fedex gleichziehen. Schneider weiß, dass da auch das Image stimmen muss. Die Nähe zur Luxusmarke "Hermès" käme ihm wohl ganz gelegen.

Schneider wird sich auf den neuen Job voll konzentrieren können - und wohl auch müssen. Denn er gibt den Vorsitz der HLG Geschäftsführung an seinen Vertrauten, den langjährigen Hermes-Manager Hartmut Ilek (56), ab.

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