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18.09.2008 
Mark Hurd

Hart und direkt

von Jens Koenen

Mark Hurd nimmt auf seine öffentliche Wirkung wenig Rücksicht. Jetzt greift er beim IT-Riesen Hewlett-Packard durch.

Mark Hurd streicht fast 25 000 Stellen. Foto: apLupe

Mark Hurd streicht fast 25 000 Stellen. Foto: ap

FRANKFURT. Der Mann ist ein Verkäufer durch und durch. Und deshalb fällt es Mark Hurd, Chef des amerikanischen IT-Riesen Hewlett-Packard (HP), auch nicht schwer, selbst schlechte Nachrichten richtig an die Frau und den Mann zu bringen.

Wie an diesem Dienstag.

Fast 25 000 Mitarbeitern soll der Stuhl vor die Tür gesetzt werden, Folge der milliardenschweren Übernahme des IT-Dienstleisters EDS.

Hurd präsentiert den Plan in einer Telefonkonferenz. „Das ist ein wirklich harter Tag für uns. Jede dieser Entscheidungen trifft einen Menschen“, ruft der 51-Jährige den verunsicherten HP- und EDS-Kollegen zu. Und danach erläutert er sofort, wie der harte Schnitt die Marge und die Rendite verbessert. „Wir haben viel Erfahrung bei der Integration“, lautet seine Botschaft an die Investoren.

Die nehmen diese Aussage wohlwollend zur Kenntnis und wissen, sie können sich auf Hurd verlassen. Galt der bis zu seiner Berufung auf den HP-Chefsessel im Jahr 2005 weitgehend als der große unbekannte IT-Manager, hat sich sein Nimbus inzwischen enorm gewandelt. Innerhalb von drei Jahren ist Hurd zu einem Liebling der Investoren geworden. Einer, der hält, was er verspricht, und der Quartal für Quartal ihre Erwartungen übertrifft.

Hurd zählt zur Gattung der Manager, die eine Situation ganz nüchtern analysieren. Der begeistertete Sportler wollte nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Baylor University in Texas eigentlich als Tennisprofi Karriere machen. Doch diese Laufbahn bricht er bald ab, nachdem er seine auf dem Court erzielten Punkte analysiert hat. Für ihn steht schnell fest: Hier wird er nicht reich.

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