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18.03.2008 
Giuseppe Vita

Hugo Boss verliert nach Permira-Einstieg weiteren Chef

Der Modekonzern Hugo Boss verliert nach Vorstandschef Bruno Sälzer und Produktionsvorstand Werner Lackas auch seinen Aufsichtsratsvorsitzenden Giuseppe Vita. Vita willl den Kurs des neuen Boss-Mehrheitsaktionärs Permira nicht weiter mittragen. Medienberichten zufolge hatte er zuvor noch eine umstrittene Sonderdividende auf den Weg gebracht.

Die Aufnahme aus dem Jahr 2000 zeigt Giuseppe Vita. Foto: ReutersLupe

Die Aufnahme aus dem Jahr 2000 zeigt Giuseppe Vita. Foto: Reuters

HB METZINGEN. Wie das Unternehmen am Dienstag in Metzingen mitteilte, wird Vita sein Amt zum 30. Juni 2008 niederlegen. In Medienberichten war bereits über den Rücktritt spekuliert worden. Demnach wolle Vita den Kurs des neuen Boss-Mehrheitsaktionärs Permira nicht länger mittragen. Umstritten ist vor allem eine Sonderausschüttung, die nach Betriebsratsangaben etwa 450 Mill. Euro umfassen soll.

Er sei zunächst von der Valentino Fashion Group und dann von Permira, den jeweiligen Mehrheitsaktionären, gebeten worden, das Amt noch in der Phase des Übergangs zum neuen Großaktionär auszuüben, erklärte Vita. Ein Nachfolger steht nach Unternehmensangaben noch nicht fest. Er habe seinen Schritt bereits seit einiger Zeit geplant, sagte der Chef des Kontrollgremiums laut Mitteilung. Die Hauptversammlung der Hugo Boss AG am 8. Mai soll Vita noch leiten.

In der vergangenen Woche hatte der Aufsichtsrat des vom Investor Permira übernommenen Unternehmens nach einer Sondersitzung eine kräftige Erhöhung der Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr um 22 Prozent auf 1,45 Euro (Stammaktien) und 1,46 Euro (Vorzugsaktien) bekanntgegeben. Zusätzlich ist eine Sonderausschüttung von fünf Euro vorgesehen. Die außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats war nötig geworden, weil sich die Mitglieder des Gremiums zuvor nicht über die Dividende einigen konnten.

Medienberichten zufolge wurden die Beschlüsse mit der Doppelstimme von Aufsichtsratschef Giuseppe Vita gefällt. Dem Vernehmen nach hatten die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat geschlossen gegen die Zahlung einer derart erhöhten Dividende gestimmt. Vor dem Hintergrund des Streits um die Höhe der Dividende war bereits Mitte Februar Boss-Chef Bruno Sälzer ausgeschieden. Anfang März tauschte der Modekonzern Produktionsvorstand Werner Lackas aus.

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