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13.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 13:03 Uhr 

Denn Müller kann auch anders. Bisweilen können seine Worte sogar tödliche Waffen sein. Keine Chance auf eine Weiterbeschäftigung hatte Thomas Doll, bis vor wenigen Wochen Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Bei dem traditionsreichen Revierclub ist Evonik Hauptsponsor. Während die Geschäftsführung des BVB noch treu zu Doll hielt, brach Müller - wiederum via Medien - den Stab über den nur mäßig erfolgreichen Trainer. Er habe sich zuweilen geschämt, wenn er Gäste zu Heimspielen des BVB eingeladen und die Mannschaft dann schlecht gespielt habe, brachte Müller seine Aufforderung "Doll muss weg" indirekt, aber trotzdem unmissverständlich zum Ausdruck.

Müller spielt gern mit der öffentlichen Meinung. Als er im vergangenen Jahr Chef der Kohlestiftung werden wollte, forderte er im "Spiegel": Das Salär eines Dax-Vorstands müsse für ihn schon drin sein. Man kann Müller glauben, dass er sich damit selbst und wohl kalkuliert um den Posten gebracht hat - man muss es aber nicht.

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