27 Bewertungen ***
03.08.2008 
Bernd Bischoff

„Ich wollte unbedingt wie Winnetou werden.“

von Sven Scheffler und Gero Lawecki

"Ich würde den jungen Menschen sagen, dass sie in der Informations- und Kommunikationstechnologie große Chancen haben. Und, dass es nur an ihnen liegt, etwas daraus zu machen", sagt Bernd Bischoff: Der CEO von Fujitsu Siemens über Kindheitsträume, die Arbeit mit klobigen Großrechnern und seine Zeit als Barkeeper in der Studentenkneipe.

Bernd Bischoff, Vorstandschef von Fujitsu Siemens, ist seit 2006 Präsident der Initiative D21, einem Netzwerk von Wirtschaft und Politik. Foto: PRLupe

Bernd Bischoff, Vorstandschef von Fujitsu Siemens, ist seit 2006 Präsident der Initiative D21, einem Netzwerk von Wirtschaft und Politik. Foto: PR

Handelsblatt: Herr Bischoff, wir überlegen uns mal, wie Ihre Karriereplanung aussah. Als junger Mann haben Sie am Tor von Siemens gerüttelt und ?

Bernd Bischoff: ...so ähnlich wie unser ehemaliger Bundeskanzler Schröder? Nein, das habe ich nicht gemacht. Auch wenn das eine witzige Vorstellung wäre. Letztlich aber glaube ich nicht, dass man das planen kann. Um CEO oder etwas Vergleichbares zu werden, gehört auch Glück zu. Also, ich habe mein Berufsleben nicht gestartet und gesagt: Ich werde CEO.

Was wollten Sie denn werden?

Alles mögliche. In meiner Kindheit habe ich viel Karl May gelesen, da wollte ich unbedingt Winnetou oder Old Shatterhand werden. Im Prinzip haben mich damals alle interessanten Berufe fasziniert, die man sich als Kind bildlich vorstellen kann. Nur nicht das, was man dann wirklich wird.

Aber irgendwann sind Sie dann der Faszination Technik, Computer und IT erlegen.

Das war in meiner Bundeswehrzeit, 1978. Ich hatte mich für zwei Jahre verpflichtet und bin nach der Grundausbildung in die Logistik der Luftwaffe versetzt worden.

Was genau haben Sie bei der Bundeswehr gemacht?

Kennen Sie den Spruch: Lieber tot als Roth? In Roth bei Nürnberg habe ich meine Grundausbildung gemacht. Und danach war ich die meiste Zeit in Erding, dort war ich zuständig für dringliche Ersatzteilbeschaffung für Starfighter und Phantom. Bei der Luftwaffe hatte ich einen dieser riesigen IBM-Großrechner vor mir, der noch mit Lochkarten funktionierte. Heute hat jede Spielkonsole mehr Rechenleistung als der Rechnerschrank damals. Aber das hat mich gepackt.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Ein herber Verlust für die Telekom  Artikel in Merkliste

02.12.2008, 17:33 Uhr von Sandra Louven

Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick verlässt den Konzern. Das bedeutet vor allem eines: ein weiteres Problem für Vorstandschef René Obermann. Eick war der Fels in der Brandung. Er hatte jahrelange Erfahrung mit den Eigenheiten des Bonner Konzerns. Und die sind im Fall der Telekom nicht zu unterschätzen. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Herber Verlust  Artikel in Merkliste

02.12.2008, 17:58 Uhr von Sandra Louven

Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick war der ruhende Pol im Vorstand der Telekom, er hatte die größte Erfahrung. Daher ist er kaum gleichwertig zu ersetzen. Kommentar

weiterHandelsblatt Quiz

Vorstandsbezüge: Quiz: Was Dax-Manager verdienen

Los geht's!Über Ihre Gehälter wird derzeit viel diskutiert. Deutsche-Bank-Chef Ackermann verzichtet 2008 nun auf jegliche Boni. Aber was verdienen die Chefs der Dax-Unternehmen überhaupt?
Testen Sie Ihren Realitätssinn!
Anzeige