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21.12.2006 

Ihr eigener Werdegang liest sich wie ein Generalstabsplan, bei dem nichts, aber auch gar nichts dem Zufall überlassen wurde: 1987 ging sie als Trainee zur SEB und hat sich danach konsequent hochgearbeitet. Zunächst wird sie Chefin für den Rentenhandel, danach verantwortet sie die Handelsabteilung. Einen gewaltigen Karrieresprung macht die Bankerin 2000, als sie die Führung der wichtigsten SEB-Sparte, das gesamte Firmenkundengeschäft mit der Investment-Banking-Abteilung, übernimmt. Es mag Kollegen gegeben haben, die sich verwundert die Augen rieben: Immerhin steht diese Sparte für etwa 50 Prozent des SEB-Gewinns. Aber die Managerin macht ihren Job auch als Vize-Chefin der SEB so gut, dass sie schon schnell als mögliche Nachfolgerin von dem damaligen SEB-Chef Lars Thunell gilt. Als sie Ende vergangenen Jahres als erste Frau in der genau 150-jährigen Geschichte der Bank den Thron tatsächlich besteigt, wundert sich niemand mehr.

In Interviews hat Falkengren stets bestritten, dass sie ihre Karriere von langer Hand geplant hat. Doch gab sie zu, dass sie als unverheiratete und kinderlose Frau den Vorteil hatte, sich ganz auf den Job zu konzentrieren zu können. Die Verbindung von Beruf und Privatleben ist ihr bislang perfekt gelungen. Kurz vor dem Erklimmen des SEB-Gipfels lernt sie ihren heutigen Mann kennen, wird mit 42 zum ersten Mal Mutter. Familienplanung im Hause Falkengren sieht so aus: Die Tochter wird im Sommer geboren – zu einer Zeit, in der ihr kurzer Mutterschaftsurlaub nicht ganz so stark ins Gewicht fällt.

Heute sagt sie, dass sie als Frau in ihrer Position Familie und Beruf perfekt kombinieren könne. „Als Chef kann man seinen Arbeitstag leichter steuern“, gab sie in einem Interview zu. Außerdem habe sie einen Mann – ebenfalls bei der SEB beschäftigt, aber derzeit im Vater-Urlaub – der sich ganztägig um die kleine Tochter kümmere.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Falkengren wünscht sich mehr Frauen in Top-Positionen.

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