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13.07.2007 

Ein Foto aus Schumachers wilder Zeit. Er liebte den Rennsport, was ihm letztlich das Genick gebrochen hat. Foto: dpaLupe

Ein Foto aus Schumachers wilder Zeit. Er liebte den Rennsport, was ihm letztlich das Genick gebrochen hat. Foto: dpa

Die zwei Unternehmen sind renommierte Adressen: Intel ist Marktführer im globalen Chipgeschäft, ST die Nummer fünf. Schumacher will das neue Joint Venture als Ratgeber eng begleiten, seine Erfahrung aus fast 20 Jahren in der Branche einbringen. „Ich bin an den Firmen interessiert, in die wir investieren. Mir soll niemand nachsagen, dass wir mit einem Investment zwar viel Geld verdient hätten, das Unternehmen aber ruiniert ist“, sagt er.

Für so viel Mitgefühl ist Ulrich Schumacher nicht bekannt. Vor allem mit der IG Metall hat er sich während seiner Zeit bei Infineon gezofft. Mit Überlegungen wie der, die Infineon-Zentrale ins Ausland zu verlegen, zog er sich den Zorn der Gewerkschafter zu. „Wir haben die Hoffnung, dass der neue Chef vieles anders macht“, hieß es bei der IG Metall, als Schumacher damals gehen musste. Doch das ist passé. Die IG-Metall-Funktionäre machen Schumacher keine Sorgen mehr.

Anderes aus der Vergangenheit wirkt jedoch weiter in die Gegenwart hinein. Noch immer ermittelt die Münchener Justiz gegen ihn wegen Bestechlichkeit in Zusammenhang mit dem Motorsportengagement von Infineon.

„Alles, was man in einem schlechten Film so sieht“, sagt Schumacher, habe er nach seinem Abgang bei Infineon miterlebt. Das reicht von Durchsuchungen der Polizei bis zu Verhören durch Staatsanwälte und die aus seiner Sicht hämischen Artikel über seine Leidenschaft für schnelle Autos.

Schumacher hat in diesen Tagen viel Zeit, um über diese Dinge nachzudenken. Denn er sitzt stundenlang im Flieger, jettet für seinen Arbeitgeber rund um die Welt. Sein Köfferchen in der Hand, fliegt er, mutterseelenallein, „oft für ein einziges wichtiges Gespräch“ nach Tokio oder Schanghai. Zu Infineon-Zeiten war jede Minute durchgeplant, als Vorstandschef wurde er von einem ganzen Stab begleitet. Heute gibt es eine Sekretärin in München, die Flüge bucht und Hotels aussucht. „Das soziale Gefüge geht etwas verloren bei diesem Job“, sagt Schumacher.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Schumachers große Schwäche

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