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12.04.2007 
Neuer BAH-Chef Eikelmann

Jung und erfahren

von Bert Fröndhoff

Neuer Chef bei Booz Allen Hamilton, Stefan Eikelmann, ist Spezialist für Medien- und Telekommunikation. Doch wer an die Spitze der Strategieberatung will, muss vor allem noch drei weitere Dinge mitbringen.

Stefan Eikelmann, neuer Chef bei Booz Allen Hamilton. Foto: BAHLupe

Stefan Eikelmann, neuer Chef bei Booz Allen Hamilton. Foto: BAH

FRANKFURT. Er ist erst 39 Jahre alt und bereits Chef einer der führenden deutschen Managementberatungen: Seit Anfang April führt Stefan Eikelmann das Deutschland-Geschäft von Booz Allen Hamilton (BAH). Die 42 Partner des Beratungshauses hatten sich schon im Frühjahr in einer Wahl für Eikelmann als neuen Managing Director und Sprecher der Geschäftsführung entschieden. Gestern gab Booz Allen den Wechsel bekannt.

Wer an die Spitze einer Strategieberatung will, muss vor allem drei Dinge mitbringen, erläutert Ansgar Richter, Consultingspezialist und Professor an der European Business School: Er muss hohes Ansehen bei den Kollegen im Partnerkreis genießen, hervorragende Beziehungen zu den Kunden haben und sollte über viele Jahre hinweg bewiesen haben, dass er erfolgreich Projekte verkaufen kann.

All dies kann Stefan Eikelmann für sich in Anspruch nehmen – so sagen es zumindest diejenigen, die ihn und seine Arbeit näher kennen. Eikelmann ist trotz seines geringen Alters ein erfahrener BAH-Mann. Er begann 1992 seine Arbeit bei der Münchener Strategieberatung und ist heute Partner in deren Düsseldorfer Büro. Von dort aus berät er vor allem Unternehmen aus der Telekommunikations- und Technologiebranche sowie Medienunternehmen. Gerade das Telekomsegment gilt als extrem wichtiger Bereich im Beratungsspektrum von Booz Allen Hamilton in Deutschland. Darüber hinaus hat sich Eikelmann als Spezialist für Post-Merger-Integration positioniert. Seinen Hochschulabschluss hat er an der European Business School in Oestrich-Winkel gemacht.

Eikelmann löst Klaus-Peter Gushurst ab, der fünf Jahre lang die Geschäfte von BAH in Deutschland geleitet hat. Gushurst wird den gleichen Weg einschlagen wie die jüngst abgelösten Deutschland-Chefs von McKinsey, Jürgen Kluge, und Boston Consulting, Dieter Heuskel: Der 43-jährige Gushurst wird wieder stärker als Berater bei den Kunden arbeiten. Er konzentrierte sich bei BAH auf Automobilhersteller und Finanzdienstleister.

Zudem will er vor allem zwei Beratungsthemen vorantreiben: Corporate Governance und Compliance, also die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodices in Unternehmen. Gushurst hatte in den vergangenen Jahren vor allem das Geschäft von BAH im so genannten Public Sector ausgebaut – an der Schnittstelle zwischen Staat und Unternehmen sowie im Gesundheitssektor.

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