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29.04.2008 

Denn Dommermuth ist niemand, der schnell aufgibt. Das zeigt sich auch nach der Jahrtausendwende. UI steht nach dem Platzen der Internetblase kurz vor dem Aus. Rasch verkauft Dommermuth die Verlustbringer – und rettet sein Unternehmen.

Auch Spoerr besitzt als Unternehmer mehrere Leben. Dabei hat es in der Karriere des 39-Jährigen bereits beachtliche Stolpersteine gegeben, die manch anderen zu Fall gebracht hätten. So wirft ihm ein Ex-Mitarbeiter in einem Dossier Betrug, Insiderhandel und Geldwäsche vor – die Staatsanwaltschaft Hamburg hat vor knapp zwei Wochen Klage erhoben. Spoerr weist die Vorwürfe als unbegründet zurück.

Ebenso wehrt er sich gegen die Kritik seiner eigenen Aktionäre. Sie haben ihm vorgeworfen, sich persönlich zu bereichern: Auf der Hauptversammlung im vergangenen Sommer machen sie ihrem Unmut gegen ein umstrittenes Aktienwertsteigerungsprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro Luft, das vor allem die Taschen Spoerrs und seines Finanzchefs füllt. Spoerr jedoch pariert die Angriffe und sitzt weiter fest im Sattel.

Und das soll auch künftig so bleiben: Der ehrgeizige Eckhard Spoerr wird nach jetzigen Planungen auch die fusionierte Gesellschaft Freenet-Debitel leiten. Und das, obwohl diese Fusion nun sicher nicht im Interesse ihrer Aktionäre sein dürfte. Dommermuth ist einer von ihnen.

Aber bereits vor seinem Einstieg, als Freenet noch zu gut einem Drittel Finanzinvestoren gehörte, drängten diese Spoerr, Freenet zu zerschlagen. Ihr Kalkül: Die Einzelteile sind mehr wert als das Ganze. Vor allem das Geschäft mit schnellen DSL-Anschlüssen versprach, einen guten Preis zu erzielen, weil dieser Markt anders als das deutsche Mobilfunkgeschäft noch wächst.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Dommermuth gibt noch nicht auf

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