Nun aber übernimmt Spoerr ausgerechnet einen Mobilfunker und dann noch einen, der fast doppelt so groß ist wie Freenet selbst. „Das ist die Verkehrung der Ausgangslage“, sagt Arndt Rautenberg von der Managementberatung OC&C. „Meine Einschätzung ist, dass Debitel für Spoerr eine sogenannte Giftpille ist, um Dommermuth von einer Übernahme abzuhalten.“
Aber aufgeben, das ist Dommermuths Sache eben nicht – erst recht nicht jetzt, wo Spoerr seine Trophäe nach Hause trägt.
Längst dürften die Planspiele laufen, wie er den Debitel-Deal noch torpedieren kann. Instrumente gibt es zuhauf. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung könnte Dommermuth versuchen, zusammen mit anderen Aktionären den Aufsichtsrat und den Vorstand vom Thron zu stoßen. Oder aber ein „besonderer Vertreter“ würde den Kontrolleuren und dem Vorstand zur Seite gestellt, um diesem auf die Finger zu schauen.
„Wer Dommermuth kennt, weiß, dass Spoerr jetzt schwere Zeiten ins Haus stehen“, heißt es bei United Internet.
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