Doch heute wird bei Siemens vor allem auf die Schattenseiten seiner Ära verwiesen – auch unabhängig vom Schmiergeldskandal, der den Konzern Milliarden und viel Reputation kostet. Denn schon Pierers Nachfolger Klaus Kleinfeld hatte klargemacht, dass ein guter Teil des Geschäfts ein Sanierungsfall war, als er die Führung übernahm.
Von Seiten der Staatsanwaltschaft hat Pierer – derzeit – nichts zu befürchten. Dennoch kommen die Ermittler mit ihren Untersuchungen voran. „Wir gehen davon aus, dass wir im ersten Halbjahr noch zwei Anklagen rausbringen“, sagt Winkler. Laut Branchenkreisen handelt es sich bei den Kandidaten aber nicht um Prominente, sondern um Manager der zweiten oder dritten Führungsreihe.
