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08.01.2009 
Thomas Friedl

Keine Angst vor Hollywood

von Hans-Peter Siebenhaar

Thomas Friedl will als Geschäftsführer der neuen UFA Cinema an die Glanzzeit des deutschen Kinos anknüpfen

BERLIN. Durch die Bilderbuchlandschaft rund um den Starnberger See auf seiner Harley-Davidson zu touren, schafft Filmmanager Thomas Friedl nur noch selten. Überhaupt ist er in seiner Heimatstadt München immer weniger anzutreffen, seitdem er vor neun Monaten bei der Bertelsmann-Tochter UFA angeheuert hat. Der lebensfrohe Filmverleihexperte soll als Geschäftsführer der UFA Cinema wieder an die Glanzzeiten des deutschen Kinos anknüpfen.

„Mich hat seit einiger Zeit die Idee fasziniert, eine große, unabhängige Kinofilmproduktion aufzubauen“, sagt der 41-Jährige. Mit der UFA, der Film- und Fernsehtochter des Medienkonzerns Bertelsmann, fand er dafür den richtigen Partner.

Friedl ist neben UFA-Chef Wolf Bauer und den beiden Geschäftsführern des TV-Produzenten, Nico Hofmann und Jürgen Schuster, Geschäftsführer der neu gegründeten UFA Cinema. Das Berliner Unternehmen will jährlich acht Filme mit einem Budget zwischen etwa vier und 15 Millionen Euro produzieren. Ende 2009/Anfang 2010 sollen die ersten Filme in die Kinos kommen.

So produziert Friedl den Bestseller „Dschungelkind“. Die Dreharbeiten sollen noch im Frühjahr anlaufen. „Wir wollen mit ganz unterschiedlichen Genres ein Millionen-Publikum erreichen“, kündigt Friedl. Auf der Liste der Projekte, stehen unter anderen der Bestseller „Der Medicus“ von Noah Gordon, „Die Mittagsfrau“ von Julia Franck, „Hempels Sofa“ nach dem Comic von Ralf König und die Kinderbuchreihe „Hanni und Nanni“ von Enid Blyton.

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