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13.10.2006 
Investmentexperte

Lazard kauft Häusler ein

Gerd Häusler (55), bis vor kurzem in führender Position beim Internationalen Währungsfonds (IWF) tätig, geht Mitte Oktober zu Lazard, einer der renommierten internationalen Investmentbanken mit Schwerpunkt in Europa und den USA. Der Kapitalmarktexperte soll der Investmentbank bei Regierungen und Finanzinstituten die Tür öffnen.

mak / egl FRANKFURT. Häusler wird Vice Chairman und Managing Director von Lazard International. In Deutschland ist er dem deutschen Beirat der Gesellschaft zugeordnet, dem unter anderem Ex-Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer angehört. Man habe für Häusler diese neue Rolle geschaffen, um der Breite seiner Kompetenzen gerecht zu werden, teilte die Bank am gestrigen Donnerstag mit.

Mit Sitz in Frankfurt und Paris wird Häusler in führender Position weltweit die Beratung von Regierungen und Finanzinstituten unterstützen. In Europa und speziell in Deutschland soll ihm bei der Betreuung von Unternehmenskunden eine Schlüsselrolle zufallen. Für Lazard-Chef Bruce Wasserstein ist der weltweit vernetzte Kapitalmarktexperte kein Unbekannter. Bei den Verhandlungen über den Erwerb von Wasserstein Perella durch die Dresdner Bank hat Häusler als verantwortlicher Vorstand eine wichtige Rolle gespielt.

Mit dem Neuerwerb folgt Lazard dem Trend führender Banken und Investmenthäuser, sich als „Türöffner“ aus öffentlichen Ämtern bekannte Persönlichkeiten einzukaufen. So ging der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Andrew Crockett, zu JP Morgan Chase. Die Citigroup holte sich den früheren Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement als Berater. Ex-Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser ist bei der Deutschen Bank der Top-Verbindungsmann zu den aufstrebenden Volkswirtschaften.

Häusler bringt für seine neue Aufgabe einschlägige Erfahrungen mit. In den letzten fünf Jahren hat er die Kapitalmarktabteilung des IWF aufgebaut. In dieser Funktion war er auch in die Schuldenrestrukturierung von Problemländern eingebunden. Als Investmentbanker qualifizierte er sich Ende der neunziger Jahre als Chairman von Dresdner Kleinwort Benson in London. Begonnen hatte seine Karriere bei der Bundesbank, bei der er zuletzt als Mitglied des Direktoriums und des damals noch für die deutsche Geldpolitik zuständigen Zentralbankrates tätig war.

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