Deripaskas Geschäft wächst rasant. Aus den „Aluminiumkriegen“ der neunziger Jahre geht er als der russische „Aluminium-Zar“ hervor: Das Herz seines mehr als 100 Fabriken umfassenden Firmenimperiums, das sich vom Auto- und Maschinenbau über Immobilien und Baufirmen bis hin zu Agrarbetrieben erstreckt, ist nach wie vor der Alu-Konzern Rusal – einer der größten der Welt. Dort arbeitet sich Moldaschanowa empor und übernimmt 2005 den Chefposten der Holding.
Hatte sie den unbedingten Willen, nach oben zu kommen? Mehr Ehrgeiz als andere?
Heute fällt es ihr schwer, den „Kern“ ihres Erfolges zu lokalisieren: Sie habe sich immer auf ihre Aufgaben konzentriert. Von einschneidenden Erlebnissen kann sie nicht berichten. In ihr bleibt einfach das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.
Die Arbeit mit dem etwa gleichaltrigen Deripaska sieht sie als Herausforderung. Der Oligarch mit hervorragenden Drähten zum Kreml, gilt unter Moskauer Beobachtern als Workaholic, ein Besessener, der neben den Branchen und Firmen von Basic Element auch noch eine Reihe anderer Geschäfte und Projekte verfolgt – in die sein CEO keinen Einblick hat.
Wie viel Macht hat sie nun? In der Fortune-Liste der mächtigsten Frauen der Welt steht sie auf Rang 22. In Moskau gehen die Meinungen über die öffentlichkeitsscheue Moldaschanowa auseinander: Von „seiner Vollstreckerin“ bis hin zu „talentierter Powerfrau“ reichen die Urteile, wobei letztere überwiegen. Immer schwingt aber Respekt mit. Den Inhalt komplizierter Verträge kann sie blitzschnell erfassen. Intern gilt sie als eiserne Lady, die dem Eigentümer loyal ergeben ist. Und Deripaska vertraue ihr sehr.
Kaum ein russisches Unternehmen ist in den vergangenen Jahren so schnell gewachsen: Allein 2007 hat Basic Element Firmen und Beteiligungen im Wert von über 15 Milliarden Dollar geschluckt – darunter Anteile an den Baukonzernen Strabag und Hochtief. Nun soll der Alukonzern Rusal, den Basic Element kontrolliert, mit dem russischen Bergbauriesen Norilsk Nickel fusionieren. Das Geschäft unterstreicht den Ruf des Konzerns als aggressiver M&A-Spieler.
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